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Ozzy Osbourne: Seine Einordnung des finalen Konzerts

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In knapp einer Woche gibt es die neuen Memoiren von Ozzy Osbourne zu lesen. Und in ‘Last Rites’ blickt der „Prinz der Dunkelheit“ sogar noch auf seinen Bühnenabschied mit Black Sabbath zurück — am 5. Juli 2025 sagte die Heavy Metal-Ikone in seiner Heimatstadt Birmingham laut „Servus!“. Knapp zweieinhalb Wochen später starb Ozzy. In einem bei der Times erschienenen Auszug kann man Ozzys ausführliche Rekapitulation des letzten Auftritts lesen.

Überwältigende Emotionen

„Als ich auf die Bühne kam, war alles, was ich denke konnte: Ist meine Stimme wirklich bereit hierfür?“, beginnen Ozzy Osbournes Einschätzungen. „Doch sobald der Vorhang gelüftet war, habe ich das Lampenfieber vergessen. Plötzlich sah ich in 42.000 Gesichter — weitere 5,8 Millionen schauten online zu. Da trafen mich die Gefühle voll. Ich habe es nie wirklich akzeptiert, dass mich so viele Leute mochten oder überhaupt wussten, wer ich war. Es war echt überwältigend.

Wir kamen ohne irgendwelche Probleme durch ‘I Don’t Know’, ‘Mr. Crowley’ und ‘Suicide Solution’. Ich hatte Spaß. Aber ich musste schlucken, als ich mit ‘Mama, I’m Coming Home’ begann. Es ist Sharons Lied. Eines ihrer Favoriten. Lemmy schrieb es mit uns beiden im Hinterkopf. Das allein war genug, um mich zu Tränen zu rühren. Doch die Emotionen, die hatte, gingen um mehr als das. Es war mein letztes Hurra. Ich hatte es nach sechs traumatischen Jahren auf die Bühne geschafft, nachdem ich die Fähigkeit verloren hatte, zu laufen oder irgendetwas alleine zu machen.

Da kam alles zusammen. Ich konnte meine Gefühle einfach nicht mehr zurückhalten. Draußen in der Menge hatten alle ihre Handy-Lichter eingeschaltet. In der Zeitung schrieb jemand, es sei gewesen, als hätte ich meine eigene Totenwache besucht, was eine sehr metallische Sache gewesen wäre. Doch es hat sich nicht wie ein Begräbnis angefühlt, sondern wie eine Feier. Da war so viel Liebe im Stadion, die in Wellen über mich schwappte. Mir liefen die Tränen über meine Wangen, aber ich fühlte mich so aufgebaut. Die Menge bemerkte, dass ich zu kämpfen hatte, und fing an mitzusingen.

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Ich hatte so ein Glück, dass ich so viele wundervolle Fans habe. Gott segne euch alle. Zum Ende des Stückes schaffte ich es, mich wieder zusammenzureißen. Dann war es eine letzte Fahrt auf dem ‘Crazy Train’ und Zeit für das Black Sabbath-Set. Die Jungs waren so nervös wie ich, weil ich zwei Sets hintereinander machte. Sie hatten keine Ahnung, dass ich es hinkriegen konnte. Aber es hätte nicht besser laufen können. Als das Publikum die Melodie von ‘War Pigs’ sang, als ob es England bei der Weltmeisterschaft zujubelt, war es einfach elektrifizierend. Dann spielten wir ‘N.I.B.’, ‘Iron Man’ und ‘Paranoid’.“

Auf Deutsch kommt ‘Last Rites’ am 15. Oktober 2025 über den Heyne-Verlag auf den Markt.


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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