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Paddy And The Rats: Genremix auf die ungarische Art

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Mit nunmehr vier veröffentlichten Studioalben und einigen Headliner-Tourneen haben sich Paddy And The Rats in ihrer Heimat längst etabliert. Doch auch hierzulande hat das Sextett bereits eine beachtliche Fan-Gemeinde. Sänger Paddy, Gitarrist Joey und Schlagzeuger Seamus erzählen von musikalischen Vorbildern, besonderen Erfahrungen in ihrer zehnjährigen Band-Geschichte und ihre Pläne für 2019.

Joey, Paddy und Seamus beim Interview

Wie würdet ihr eure Musik jemandem beschreiben, der noch nie von euch gehört hat?

Paddy: Wir nennen es „Pub’n’Roll“. Es ist eine Mischung aus Celtic Folk, Piratenmusik, Punk und Rock.

Welche Bands haben euren Sound am meisten beeinflusst?

Joey: Viele. Da wir alle unterschiedliche Genres bevorzugen und diese in unserer Musik zusammen bringen.

Paddy: Dropkick Murphys, Flogging Molly und The Pogues, aber auch Bands wie Green Day, Oasis und The Beatles sind aus melodischer Sicht Inspiration für uns.

Unfall auf der Bühne

Welcher eurer Songs beschreibt Paddy And The Rats am besten?

Paddy: Das wäre wohl am ehesten ‚Time Is In My Hands‘, weil es die meisten unserer musikalischen Elemente vereint.

Was ist eure beste und eure schlechteste Erfahrung mit der Band bisher?

Joey: Die Zusammenarbeit mit Cameron Webb an unserem aktuellen Album RIOT CITY OUTLAWS war etwas ganz Besonderes. Aber auch auf Tour machen wir viele gute Erfahrungen. Das macht es schwierig, eine herauszupicken.

Paddy: Diese Tour ist ein gutes Beispiel, weil es die bisher größte für uns außerhalb Ungarns ist. Für mich zählt aber definitiv auch die Zeit im Studio dazu, wenn wir an einem Album arbeiten. Schlechte Momente hatten wir glücklicherweise nicht viele, jedoch hatte Seamus kürzlich bei unserem Jubiläumskonzert einen Unfall auf der Bühne, womit er uns einen großen Schrecken eingejagt hat.

Seamus: Mein Stuhl ist zusammen gebrochen und ich bin etwa zwei Meter tief gefallen. Hinzu kommt, dass ich einige Tage vor der Show eine Operation hatte. Es war aber nicht weiter schlimm – ich konnte die letzten beiden Songs noch spielen.

An welchem Punkt in eurem Leben habt ihr entschieden, Musiker zu werden?

Paddy: Bereits als Kind, da ich von klein auf mit meinem Großvater musiziert habe und es für mich immer schon ein Mittel war, mich auszudrücken – später auch, um Mädchen zu beeindrucken. (lacht)

Seamus: Als ich fünf Jahre alt war, saß ich mit meinem Vater vor dem Fernseher, und wir haben zwei verschiedene Sachen geschaut: die Snooker-Weltmeisterschaft und HUNGARIAN RHAPSODY – QUEEN LIVE IN BUDAPEST. Ich hatte also zwei Optionen – entweder werde ich Snooker-Weltmeister oder Musiker.

Joey: Als ich zwölf war, habe ich im Kino AC/DC – LET THERE BE ROCK gesehen und wollte danach unbedingt wie Angus Young sein.

Koch und Snooker-Weltmeister

Was wäre euer Job, wenn ihr keine Musiker wärt?

Joey: Am liebsten Koch.

Paddy: Vielleicht Eigentümer einer Fußballmannschaft.

Seamus: Snooker-Weltmeister.

Wen würdet ihr als eure persönlichen Idole bezeichnen?

Paddy: John Lennon und Jim Morrison.

Joey: Passenderweise Billy Idol.

Seamus: Paul McCartney und auch John Lennon.

Könnt ihr euch an das erste Album erinnern, das ihr bekommen oder gekauft habt?

Joey: Ein Led Zeppelin-Mixtape.

Seamus: UNDISPUTED ATTITUDE von Slayer.

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Welches Album hat euer Leben verändert?

Joey: Es sind drei: Metallicas BLACK ALBUM, CYBERPUNK von Billy Idol und Green Day AMERICAN IDIOT.

Paddy: Wahrscheinlich (WHAT’S THE STORY?) MORNING GLORY von Oasis.

Seamus: ABBEY ROAD von The Beatles und ein Oasis-Mixtape von Paddy.

Träume vom Stadion

Was ist euer größter unerfüllter Wunsch?

Joey: Einmal in einem Stadion aufzutreten.

Seamus: Mit Paddy And The Rats gibt es noch einiges, das wir gerne erreichen würden und hoffentlich in den nächsten Jahren erreichen werden.

Von welchem Song von Paddy And The Rats würdest du dir wünschen, ihn niemals geschrieben zu haben?

Paddy: Manchmal wünsche ich mir das von ‚Freedom‘. Es gibt Tage, an denen man einfach genug davon hat und es am liebsten nicht spielen möchte. Andererseits ist es unser bekanntestes Lied, und die meisten Leute sind erst dadurch auf uns aufmerksam geworden. Ohne ‚Freedom‘ wären wir nicht, wo wir jetzt sind.

Dein Haus steht in Flammen. Welche drei Dinge – abgesehen von Familienmitgliedern – rettest du?

Paddy: Laptop, weil sich darauf alle unsere Songs befinden. Handy, aus organisatorischen Gründen. Und meine Gitarre.

Joey: Gitarre, Laptop und meine griechischen Gewürze.

Seamus: Alkohol – zur Beruhigung. (lacht)

Was sind eure Pläne für 2019?

Paddy: Erst einmal machen wir eine kleine Pause. Ab Ende Februar haben wir dann einige Konzerte in Ungarn, und nach der Festivalsaison gehen wir ins Studio und arbeiten an einem neuen Album, welches Ende 2019 oder Anfang 2020 erscheinen soll.

(c) Mandy Mischke
(c) Mandy Mischke
(c) Mandy Mischke
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Im Pit bei: Eisheilige Nacht, Bremen, Pier 2, 29.12.2018

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