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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Phil Anselmo: Kriegs- und Waffengegner

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Es muss nicht immer Pantera sein: Phil Anselmo stellte sich in einem Interview den Fragen des Brasilianers Paul Baron. Dabei ging es unter anderem um den lyrischen Hintergrund des Superjoint Ritual-Albums A LETHAL DOSE OF AMERICAN HATRED von 2003. „Ich habe Amerika angeprangert“, so Phil Anselmo. „Davon handelt die Platte. Die Ignoranz der kriegstreiberischen USA. Ich bin dagegen, mann.

Als ich aufgewachsen bin, neigte sich der Vietnamkrieg dem Ende zu. Ich habe gesehen, was dieser Krieg verursacht hat. Meine Mutter erklärte mir ganz genau, was dort vor sich ging und was die Amerikaner taten. Sie war sehr jung. Als sie mir das erzählte, war sie gerade mal 23. Und ich war natürlich noch klein. Wir lebten im französischen Viertel von New Orleans zusammen mit meiner Tante und deren Freund. Dieser war gerade aus Vietnam zurückgekehrt. Er hatte Alpträume, wachte immer wieder schreiend auf. Daher musste mir meine Mutter schon sehr früh von den Schrecken des Kriegs erzählen.“

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Hass, Hass, Hass

Phil Anselmo berichtet weiter, dass er natürlich auch keine Spielzeugwaffen haben durfte. „Auch sonst keine Spiele, die irgendetwas mit Krieg zu tun hatten. Und das hält sich bis heute, ich bin Kriegsgegner. Ich mag keine Waffen. Mir ist klar, dass einige Leute auf Waffen stehen. Von mir aus, so läuft das eben. Ich bin Realist, lebe in den USA. Amerika hat scheiß Waffen. Aber ich bin nicht wahnhaft unterwegs. Man muss damit leben – doch wie macht man das am schlauesten?“

Phil Anselmo kehrt zurück zur Frage bezüglich des Superjoint-Albums. „Ich habe Amerika runtergemacht, weil damals wieder irgendein Krieg war. Desert Storm oder so. Nagelt mich nicht fest, aber es war eben wieder einer dieser elendigen, unendlichen Kriege. Ich hasse es. Ich hasse es. Und ich hasse es, dass mein Heimatland die größten scheiß Tyrannen sind. Ich hasse es. Und darum geht’s auf dem Album“, so Phil Anselmo. „So denke ich darüber. Ich kann Unterdrückung nicht ausstehen. Auch nicht die Klassengesellschaft. Ich mag Menschen, und ich will sie glücklich sehen. Sie sollen die Möglichkeit dazu haben, ihr Leben glücklich zu verbringen, und zwar so, wie sie wollen.“

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