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Rage Interview mit Chef Peavy Wagner

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Es soll Leute geben, die sich ihre erste Rage-CD nur deshalb kauften, weil sie die Band schlicht und ergreifend mit Rage Against The Machine verwechselt hatten (“Ey Rage, geil Alda!”). Doch während die Crossover-Vorreiter bald erstmal wieder verschwanden, stehen Peavy Wagners Rage heute besser da denn je. Grund genug also, ein Vierteljahrhundert Rage gebührend zu feiern.

Neben einigen Jubiläumsshows mit ausgewählter Setlist dürfte der Auftritt bei Stefan Raabs Bundesvisionssongcontest zum Höhepunkt der Feierlichkeiten zählen: “Stefan hat uns über Bully Herbig kennengelernt, der ja ‘Straight To Hell’ im Film SCHUH DES MANITU verwendet hat. Der Song hat ihm so gut gefallen, dass er uns jetzt persönlich zu seinem Songcontest eingeladen hat. Zu uns ist er übrigens immer sehr nett und interessiert,” erzählt der Chef.

Bestreiten werden Rage den Wettbewerb mit dem brandneuen Song ‚Gib Dich nie auf‘. Angst, sich mit Mitgröl-Zeilen wie “Kraft und Härte!” vor einem nicht-metallischen Publikum lächerlich zu machen, kennt Peavy nicht: “Wir ziehen unser Ding durch, wie wir es immer gemacht haben – wieso sollten wir uns dafür schämen? Vielleicht können wir ja sogar Leute überzeugen, die mit Metal vorher nichts am Hut gehabt haben!”

Peavy hat die Ruhe weg – was man vom Rage Line-up nicht immer behaupten konnte. “Die Wechsel in der Band lagen aber nie an mir! Die Leute sind aus unterschiedlichsten Gründen ausgestiegen, etwa wegen Familienplanungen oder weil sie Popstars werden wollten. Gefeuert haben wir nur einen einzigen Musiker, und das war Mike Terrana”, verteidigt sich der vermeintlich Schwierige. Die Probleme mit dem bei den Fans beliebten ex. Drummer versteht Peavy bis heute nicht: “Mike hat sich sehr zum Negativen verändert, hat nur mehr über uns und Heavy Metal geschimpft und ist zum Schluss sogar handgreiflich geworden – in dieser Situation mussten wir die Reißleine ziehen.”

Ausgleich zum Stress mit Rage findet Peavy noch immer in einem recht ungewöhnlichen Hobby: “Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass ich leidenschaftlich Knochen sammle und gelernter Präparator bin. Viele Menschen ekeln sich vor so etwas, aber ein schön sauberes Skelettpräparat ist nichts Ekliges, sondern etwas sehr Ästhetisches und Schönes!”

Dann wünschen wir dem Knochenmann für die nächsten 25 Jahre Hals und Beinbruch.

Bilder von Rage findet ihr oben in der Galerie.

Wolfgang Kuhn

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