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Resident Evil: Was bisher geschah…

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Als im Jahr 1996 das erste Resident Evil erschien, sorgte Publisher Capcom nicht nur für viele alptraumhafte Nächte, auch ein neuer Trend im Genre des Survival-Horrors wurde losgetreten. Über 20 Jahre und unzählige Ableger später will Capcom mit Resident Evil 7 nun zurück zu den Wurzeln der Reihe kehren. Wir geben euch hier einen Übersicht über die bisherigen Spiele.

Wichtiger Hinweis: Da die Resident-Evil-Reihe sehr komplex ist und unzählige Spin-Offs und sonstige Ableger hat, konzentrieren wir uns in diesem Artikel auf die Hauptreihe. Titel wie Code: Veronica oder Revelations werden wir hier daher ignorieren.

Resident Evil (1996)

Ein verlassenes Herrenhaus in den Wäldern von Raccoon City, abscheuliche Zombie-Kreaturen, ein unterirdisches Labor, wenig Munition, knackige Rätsel und starre Kameraperspektiven mit vorgerenderten Hintergründen: Das sind die Zutaten, die das erste Resident Evil im Jahr 1996 zu einem weltweiten Erfolg und Phänomen gemacht haben. Obendrauf das Intro, das an echten Orten und mit echten Menschen gedreht wurde: Aus heutiger Sicht wirkt es zwar unfreiwillig komisch und laienhaft, doch damals sorgte es dafür, dass einem das Blut in den Adern gefror: Zu real fühlte sich der dargestellte Terror an und die Bühne für das Spiel und die ersten Minuten Gameplay wurdenv on Shinji Mikami grandios inszeniert.

Handlung

Im Raccoon Forest werden die verstümmelten Leichen von Wanderern gefunden. Das Bravo-Team der Spezialeinheit S.T.A.R.S. wird daraufhin in den Wald entsandt, um die Fälle zu ermitteln. Doch durch einen tragischen Unfall stürzt der Hubschrauber des Bravo-Teams ab und das Alpha-Team wird zur Rettung losgeschickt. Im Raccoon Forest werden sie von wilden Hunden angegriffen und können nur knapp dem Tod entkommen, als sie in ein benachbartes Herrenhaus fliehen. Das auf den ersten Blick leer wirkende Anwesen entpuppt sich schnell als Versuchslabor für geheime Experimente der Umbrella Corporation: Der Pharmakonzern arbeitet an der Entwicklung von Biowaffen und Genmanipulation und hat den T-Virus entwickelt. Dieser lässt Menschen zu Zombies werden, die die Überlebende des Alpha-Teams angreifen. Aber auch in den eigenen Reihen gibt es mit Albert Wesker einen Maulwurf, der insgeheim für Umbrella arbeitet und den Fortschritt des S.T.A.R.S.-Teams manipulieren will.

Der Spieler hat die Wahl zwischen Chris Redfield und Jill Valentine. Beide Figuren spielen sich unterschiedlich und Resident Evil bietet mehrere Enden, was für einen hohen Wiederspielwert sorgt. Aufgrund der großen Beliebtheit wurde 2002 ein Remake für den GameCube von Nintendo veröffentlich. 2015 gab es von diesem Remake ein HD-Remaster für aktuelle Konsolen und den PC.

Intro (Uncut)

Resident Evil 2 (1998)

Teil 2 knüpft nahtlos an das Original an und spielt zwei Monate nach den Ereignissen aus Resident Evil: Fast alle Menschen in Raccoon City wurden vom Virus infiziert und in blutrünstige Zombies verwandelt. Polizist Leon S. Kennedy will seinen ersten Arbeitstag in Raccoon City antreten, wird aber von Zombies überrascht. Er trifft auf die Studentin Claire Redfield, die das Verschwinden ihres Bruders Chris aufklären will. Bei einem Autounfall, der beinahe tödlich endet, werden die beiden getrennt, finden aber unabhängig voneinander zum Polizeirevier von Raccoon City und können sich dort vorerst in Sicherheit bringen. Schnell wird ihnen klar, dass die Umbrella Corporation hinter dem Vorfällen steckt und an einem neuen Virus arbeitet: Der G-Virus ist noch aggressiver als der T-Virus und so müssen sie in einer unterirdischen Kanalisation aus dem Polizeirevier und der Stadt fliehen. Ein geheimer Zug führt sie in ein Untergrund-Forschungslabor von Umbrella, wo sie gegen den mutierten Wissenschaftler William Birkin kämpfen müssen.

Resident Evil 2 setzt auf die gleiche Erfolgsformel wie schon Teil 1, bietet aber mehr von allem: Das Areal ist größer und weitläufiger, es gibt mehr Rätsel und noch mehr spielbare Charaktere: Neben den beiden Hauptfiguren Leon und Claire spielt man in einzelnen Abschnitten auch noch Ada Wong und Sherry Birkin. Darüber hinaus kann nach dem ersten Durchspielen noch ein neues B-Szenario in Angriff genommen werde und zusätzliche Mini-Games runden das Erlebnis ab. Nicht umsonst gilt der zweite Teil bis heute als das beste Spiel aus der Reihe. Capcom arbeitet derzeit an einem Remake von Resident Evil 2.

Intro (Leon)

Resident Evil 3: Nemesis (1999)

Nur ein Jahr nach dem grandiosen zweiten Teil folgte mit Nemesis der Abschluss der originalen Resident-Evil-Trilogie in Raccoon City: Die Stadt soll dem Erdboden gleichgemacht werden und Jill Valentine muss aus Raccoon City fliehen. Allerdings gibt es mit der Nemesis-Kreatur einen neuen und schier unbesiegbaren Widersacher, der alle überlebenden S.T.A.R.S.-Mitglieder töten will. Jill wird immer wieder von Nemesis überrascht und gejagt. Diese trifft im Laufe der Handlung auf weitere Überlebende, mit denen sie aus Raccoon City fliehen will.

Anders als bei den ersten beiden Spielen gibt es bei Resident Evil 3 mit Jill Valentine nur einen einzigen spielbaren Hauptcharakter und ohnehin leidet der dritte Teil unter Ermüdungserscheinungen: Das Gameplay wirkt nicht mehr frisch und Nemesis ist zwar anfänglich noch bedrohlich, wird auf Dauer aber ein lästiger Stolperstein, der das Spiel unnötig in die Länge zieht. Nichtsdestotrotz ist auch Resident Evil 3: Nemesis im Großen und Ganzen ein gelungener Survival-Horror, der allerdings nicht an die Klasse von Teil 1 und 2 kommt. Als aber am Ende des Spiels Raccoon City von einer Nuklearrakete in Schutt und Asche gelegt wird, rinnt dem Spieler schon eine Träne übers Gesicht: Sollte dies wirklich das Ende von Umbrella und Resident Evil sein?

Resident Evil 4 (2005)

Mit dem vierten Teil folgte die erste große Neuausrichtung der Serie: Vorbei sind die Zeiten der fixen Kameraperspektiven und vorberechneten Hintergründe: Alles wird in Echtzeit dargestellt und der Spieler kann sich in der Third-Person-Perspektive frei bewegen und umhersehen.

Handlung

Sechs Jahre sind seit Resident Evil 3 vergangen und die Umbrella Corporation wurde zerschlagen: Leon S. Kennedy arbeitet für die US-Regierung und wurde nach Spanien geschickt, um die entführte Tochter des Präsidenten zu retten. In einem kleinen spanischen Dorf trifft er jedoch auf Einwohner, die ihm feindlich gestimmt sind. Schon bald findet Leon heraus, dass die Sekte „Los Illuminados“ das Dorf regiert, dessen Bewohner vonm Parasit „Las Plagas“ infiziert sind. Leon muss Ashley retten, die Sekte zerschlagen und aus dem Dorf fliehen. Als er und Ashley jedoch selbst infiziert werden, ändern sich die Pläne und er muss zuerst ein Heilmittel finden.

Resident Evil 4 hat damals neue Maßstäbe gesetzt und es ist gleichzeitig auch der letzte Titel, für den sich Shinji Mikami verantwortlich zeigte: Trotz mehr Bewegungsfreiheit und einem stärkeren Fokus auf Action bleibt Resident Evil 4 seinen Wurzeln treu und bietet Survival-Horror vom Feinsten. Das Spiel hat viele unterschiedliche Schauplätze und so viel Abwechslung, dass man daraus locker zwei Spiele hätte machen können. Neben Resident Evil 2 ist Resident Evil 4 bis heute einer der besten Teile der Reihe. 2014 folgte ein HD-Remaster für aktuelle Konsolen und PC.

Trailer

Resident Evil 5 (2009)

Vorbei sind die Zeiten, in denen man vorsichtig in der Dunkelheit umherschleichen musste: Resident Evil 5 spielt die meiste Zeit über am hellichten Tag und der Fokus liegt mehr als jemals zuvor auf Action. Immer mit dabei ist außerdem ein Partner, der entweder im Koop-Modus von einem Menschen gespielt oder aber von der KI gesteuert wird, die sich aber leider nicht immer schlau anstellt. Obwohl sich Resident Evil 5 ganz und gar nicht mehr wie ein Resident-Evil-Spiel anfühlt, ist es bis heute das am meisten verkaufte Spiel der Reihe. Und ja, es macht verdammt viel Spaß, ist aber eben auch kein Resident Evil mehr.

Handlung

Die Story spielt fünf Jahre nach Resident Evil 4: Chris Redfield arbeitet für die Bio-Terrorism Security Assessment Alliance (BSAA) und wird mit seiner Partnerin Sheva nach Afrika entsandt, um den Waffenhändler Ricardo Irving festzunehmen. Dieser will Bio-Organische Waffen (BOW) illegal auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Als Chris und Sheva in Afrika ankommen, müssen sie feststellen, dass die Bewohner dort mit Parasiten befallen sind, die den Las Plagas aus Teil 4 sehr ähnlich sind. Irving infiziert sich selbst, um Chris und Sheva töten zu können. Unsere beiden Helden können ihn aber besiegen, doch am Ende treffen sie auf Albert Wesker, der Jill Valentine durch ein Gerät kontrolliert und der seine alte Partnerin auf Chris und Sheva hetzt. Chris kann Jill zum Glück aus den Fängen Weskers reißen und am Ende kommt es zum großen Showdown zwischen Erzfeind Albert Wesker, Chris Redfield und Sheva.

Resident Evil 6 (2012)

Obgleich sich der fünfte Teil besser verkaufte als geschnittenes Brot: Capcom hörte auch die lauten Fan-Stimmen, die sich darüber beschwerten, dass sich Resident Evil 5 nicht wie ein Resident-Evil-Spiel angefühlt hat. Trotzdem wollten sie weiterhin auf Action-Elemente setzen, da diese beim Mainstream gut ankommen. Herausgekommen ist Resident Evil 6, ein Spiel, welches es allen recht machen will und grandios daran scheitert: Blockbusterreife Hollywood-Action hat Capcom versprochen und es gibt gleich vier Kampagnen, die sich an einem gewissen Punkt überschneiden und sich unterschiedlich spielen. Die Kampagne von Leon erinnert zum Beispiel stark an Resident Evil 4, die Kampagne von Chris hingegen ist quasi Call Of Duty mit Zombies. Aus diesen Gründen gilt Resident Evil 6 nicht umsonst als der schlechteste Teil der einst so gefeierten Reihe.

Handlung

Man spielt Leon S. Kennedy, Chris Redfield, Neuzugang Jake Muller und Ada Wong. Die Handlung spielt zwischen 2012 und 2013 an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt, lässt sich aber mit wenigen Worten beschreiben: Die Welt vor dem neuen C-Virus retten. Mit Jake Muller gibt es erstmals einen neuen Charakter, der sich als Sohn von Albert Wesker entpuppt und übermenschliche Fähigkeiten besitzt.

Resident Evil 7: Biohazard (2017)

Aufgrund des kolossal gefloppten Resident Evil 6 will Capcom mit Resident Evil 7 erneut einen Neuanfang wagen. Anders als die Teile davor spielt sich der siebte Teil aus der Ego-Perspektive und die Handlung ist ungefähr vier Jahre nach Teil 6 angesetzt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Ethan Winters, der in Louisiana nach seiner verschwundenen Frau Mia sucht. Im fiktiven Ort Dulvey trifft er auf das Farm-Anwesen der Familie Baker. Dort erwartet Ethan der blanke Horror.

Survival und Erkunden sollen ganz im Vordergrund stehen, des Weiteren soll es Verknüpfungen zu den alten Teilen geben, obgleich die Charaktere komplett neu sind. Es gibt aber Gerüchte über ein Wiedersehen mit einer oder mehreren bekannten Figuren…

Trailer


Resident Evil 7: Biohazard erscheint am 24. Januar 2017.

Spiele-Highlights 2017: Auf diese Games könnt ihr euch freuen!

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Das nächste „Resident Evil“ wird ein Koop-Spiel

Im Kern ist „Resident Evil“ ein Survival-Horror-Spiel, das mit Ängsten und dem Gefühl des Alleinseins spielt. Denn das ist man die meiste Zeit über auch. Zuletzt hatte man im Remake von „Resident Evil 2“ unter anderem Ada Wong als NPC an der Seite, aber das war es dann auch schon. Horror ist eben unheimlich, wenn man komplett allein ist und am besten noch in vollständiger Dunkelheit vor dem Fernseher oder Monitor sitzt. Damit ist bald Schluss. „Project Resistance“ ist ein Koop-Spiel Denn Capcom hat jetzt erste Infos zum nächsten „Resident Evil“-Spiel veröffentlich: „Project Resistance“ wird als „brandneue und teambasierte Horrorerfahrung“…
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