1914 THE BLIND LEADING THE BLIND

Death Metal, Napalm/Universal (11 Songs / VÖ: 31.5.)

6/ 7
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Was gibt es zu diesem Album noch zu sagen, was noch nicht gesagt wurde? Ursprünglich am 100. Jahrestag des Waffenstillstands zum Ende des Ersten Weltkriegs erschie­nen, ist den Ukrainern 1914 mit ihrem zweiten Album ein beeindruckend kom­petentes Death Metal-Statement zu einem Schlüsselereignis des 20. Jahrhunderts gelungen – eines, das Krieg nicht nur als klangästhetische Auslöschungsfantasie versteht, sondern zwischen dem tonalen Sperrfeuer die menschlichen Nuancen sucht, findet und wertschätzt. 1914 gelingt dies in einem runden, aber voller eklek­tischer Facetten steckenden Panoptikum: Der Hauptteil ist doomiger Death Metal, mal mit der martialischen Wucht der englischen Kriegsmaschinen ­(‘Paschenhell’ hat sogar Dave Ingram als Gast), mal mit grandiosem Post Metal-Dynamikverständnis (‘The Hundred Days Offensive’).

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Zwischendurch werden aus dem Nichts The Exploited gecovert (‘Beat The Bastards’), und kaum ein Song kommt ohne stimmungsvertiefendes Film-Sample daher. Letzteres ist etwas, über dessen künstlerische Wirkung man teilweise streiten kann, und auch das manchmal etwas sehr stark akzentuierte Englisch des Gesangs kann irritieren – aber das sind Kleinigkeiten im Angesicht eines Albums, das sich so großartig an solch einem großen Thema versucht und so beeindruckend nicht verhebt. Jetzt also bei Napalm noch mal neu aufgelegt, damit das hoffentlich noch mehr mitbekommen.

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