Kritik zu 1914 WHERE FEAR AND WEAPONS MEET

1914 WHERE FEAR AND WEAPONS MEET

Black Death, Napalm/Universal (11 Songs / VÖ: 22.10.)

6/ 7
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Knapp drei Jahre nach ihrem Überraschungs­kracher THE BLIND LEADING THE BLIND machen die Ukrainer das, was aufgrund der erhöhten Aufmerksamkeit zu erwarten war: Sie adressieren das Wenige, das zum Vorgänger an Kritik laut wurde, und machen ansonsten das Gleiche noch mal, nur besser. Im Kern bleibt ihr Sound ein tief im Grauen des Ersten Weltkriegs und dem Leiden in den Schützengräben verwurzelter, bei aller Eingängigkeit schwer kategorisierbarer Mix aus Death, Black, Doom und Sludge, dem (aus meiner Sicht leider) ein paar der opulenten Samples abhandengekommen sind.

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Dafür hat sich Sänger Dima Kumar seinen herben ukrainischen Akzent bei den englischen Texten etwas abgeschliffen (das Deutsch in ‘Mit Gott für König und Vaterland’ ist ein anderes Thema…), und dass die Instrumentalfraktion um Vitaly Wyhowskyj packende Riff-Walzen im Geiste von Bolt Thrower in Bewegung setzen kann, stellt sie auf WHERE FEAR AND WEAPONS MEET erneut beeindruckend unter Beweis. Wer THE BLIND LEADING THE BLIND mochte, wird hier von ‘War In’ bis ‘War Out’ perfekt bedient, inklusive eines erneut fantastischen finalen Songs (‘The Green Fields Of France’). Dass dem Ganzen mit dieser Kreativstrategie langfristig die Amonamortisierung droht, sei erwähnt, ist aber (noch) müßig.

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