Es gibt Dinge in der Metal-Szene, die Frauen einfach auf eine Art machen, die nur sie so hinbekommen. Das im Juni erscheinende Album SOLSTICE ist ein perfektes Beispiel dafür. Die Britin A.A. Williams lässt direkt im ersten Song ‘Poison’ die volle Dröhnung einer Symphonie aus Melancholie und tief vergrabenen Emotionen auf die Hörerschaft los. Ohne gegen die schweren Gitarren ankämpfen zu müssen, ergänzt die Stimme der Sängerin das Ganze zu Musik mit einem sehr eigenen Charakter: Bedächtig und dabei sehr sinnlich, ist es ein unvergleichliches Erlebnis, wie es die Künstlerin schafft, Härte und Intimität zu vereinen. Jedoch ist auch für jene, die es noch softer mögen, etwas dabei: ‘I’ve Seen Enough’ spielt mit flächigen Synths und demonstrativ sentimentalen Streichern, während ‘The Veil’, obwohl es ein reiner Klavier-Song ist, die Dunkelheit beibehält, die sich durch das gesamte Album zieht. Das Album verliert leider gegen Ende der elf Songs etwas an Fahrt und könnte an dieser Stelle durchaus etwas mehr Energie vertragen.
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