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Alkerdeel SLONK

Black Metal, Consouling Sounds (4 Songs / VÖ: 5.2.)

4/ 7
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Flandern ist ein spezieller Landstrich. Ja, ich weiß, das kann man von vielen Gegenden behaupten, aber Flandern ist noch mal anders speziell. (Ich darf das sagen; meine halbe Familie kommt von dort.) Triste Straßendörfer mit Backsteinruinen, vollgeschissene Weiden, nikotingelbe Kneipen, tonnenschwere Fleischrinder, die dich stumpf anglotzen. Das muss man mögen, sonst wird es nichts mit der Liebe zu Alkerdeel. Die Vier aus ­Zomergem (im Bermudadreieck zwischen Maldegem, Eeklo und Gent) sind an einem besonders grauen Tag an Güllepfützen vorbei in ihre ­Scheune, pardon: ihren Proberaum gewankt und haben sich ein neues Album rausgedrückt. SLONK (das klingt im Flämischen weder putzig noch witzig, sondern guttural maximal angeekelt) ist ein entsprechend unleidiges Biest, live eingespielt, grindig und lo-fi as fuck.

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Frühere Ausflüge zu Drone und Sludge scheint die Band komplett vergessen zu haben; stattdessen regredieren Alkerdeel zu einer Brueghel’schen Bauernhochzeit zwischen Darkthrone (vergleiche ‘Zop’) und Blut Aus Nord (‘Eirde’). Auf SLONK wird derart indifferent ge­holzt, geaxtet und gekrischen, dass man vermuten muss: Alkerdeel ist mittlerweile alles egal. Ihre Riffs sind ein dampfender Brei, der Bass ist MIA, und Sänger Pede klingt, als hinge er am Fleischerhaken. Das alles hat seinen Reiz, finde ich. Aber vielleicht braucht man dazu Verwandtschaft in Belgien.

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