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Almanac KINGSLAYER

Power Metal, Nuclear Blast/Warner (10 Songs / VÖ: 03.11.)

5/ 7
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Bandsplits sind definitiv keine schöne Angelegenheit. Manchmal sind sie jedoch nötig, um kreative Energien freizusetzen und musikalische Visionen erst richtig zu befeuern. Im Fall von Peavy Wagner und Victor Smolski war die Trennung offenbar goldrichtig: Während Wagner seit zwei Alben der dreckig-goldenen Rage-Phase huldigt und damit sich wie auch seinen Hörern sichtlich Spaß bereitet, verfolgt Smolski mit Almanac einen bombastischeren Ansatz.

Dieser fußt auf den drei weise, nicht übertrieben eingesetzten Sängern Andy B. Franck (Brainstorm), David Readman (Pink Cream 69) und Jeannette Marchewka (Lingua Mortis Orchestra). Die stimmliche Opulenz ergänzt die musikalische Bandbreite des TSAR-Nachfolgers: Die Stücke zeigen teils orchestrierte, instrumentale Vielfalt und hymnische Ansätze – ‘Losing My Mind’, das verpflichtende ‘Kingdom Of The Blind’ und ‘Red Flag’ schielen geradezu in Avantasia-Dimensionen. Dabei schlägt das Gros jedoch metallisch durch und liefert Headbang-Stoff wie ‘Regicide‘, ‘Guilty As Charged’ oder ‘Headstrong’, in denen Smolskis wüste Riffs und verspielte Soli hervorstechen.

So bombastisch wie die Musik fällt auch die Thematik des über 50-minütigen Werks aus: Der Titel KINGSLAYER weckt Assoziationen mit ‘Game Of Thrones’, widmet sich aber hauptsächlich historischen Geschichten königlicher Herrscher und anderer Anführer. Ein Thema wie gemacht für Almanac, die ihre Relevanz erneut ausdrücklich unter Beweis stellen – ein klares 2:2!

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Die 500 besten Metal-Alben (110): Satyricon NEMESIS DIVINA

METAL HAMMER hat die 500 besten Metal-Alben aller Zeiten gewählt – mit einer fast 100-köpfigen Jury. In die Liste geschafft haben es Veröffentlichungen von 1970 bis 2023. Heute stellen wir daraus vor: Platz 110: Satyricon NEMESIS DIVINA (1996) Von folkloristischen Einflüssen auf DARK MEDIEVAL TIMES (1993) hin zu räudigem Black Metal auf THE SHADOWTHRONE (1994) erfinden sich Satyricon mit NEMESIS DIVINA einmal mehr neu. Darkthrone-Stimme Nocturno Culto hilft an der Gitarre aus, Keyboard-Passagen verschrecken dagegen Puristen. Dem Album schadet das nicht, im Gegenteil: Satyricon bewegen sich auf Erfolgskurs, den vermutlich das legendäre Video zu ‘Mother North’ im Alleingang hätte ebnen…
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