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Animals As Leaders PARRHESIA

Progressive Metal, Sumerian/Soulfood (9 Songs / VÖ: 25.3.)

5/ 7
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Es klingt, als habe für ‘Conflict Cartography’ ein völlig abgedrehter Schlangenbeschwörer seine Flöte gegen Gitarren eingetauscht, deren Töne nun aber ebenso wie die des Holzblasinstruments in hohen Tonlagen wild durcheinander tanzen. Vielleicht entsteht dieses Bild aber auch nur durch das Platten-Cover des neuen Animals As Leaders-Studioalbums PARRHESIA, auf dem eine sich an einer weißen Kelchblüte emporwindende Schlange zu sehen ist. Musikalisch werden andere Bilder erzeugt. Stotternde Gitarrensaiten, bitterböse Akkorde, zarte Riffs und Schlagzeughiebe, die sich dem Tumult entweder anschließen oder ihren völlig eigenen Weg gehen. So entsteht ein Wechsel aus musikalischen Kriegen und Symbiosen. Das Instrumentaltrio aus Washington zeigt erneut, dass Gitarren längst nicht lediglich eine Gefühlslage widerspiegeln können.

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Tosin Abasi – der Mann mit den etwas abstrakten Gitarrenkorpussen – nudelt sich nämlich nicht einfach nur seelenlos um Kopf und Kragen (ab und zu vielleicht mal): Es gibt schwermütige, wuchtig-schwere Akkorde, von denen eine Stärke und Bedrohung ausgeht; und äußerst zaghafte, nachhallende paradiesische Noten der Ruhe und das gewohnt hektische Treiben kurzer, abgedämpfter Djent-Anschläge. Es macht Spaß, sich in diesen Irrgarten aus Noten zu begeben – man sollte sich jedoch darüber bewusst sein, dass PARRHESIA keine leichte Kost ist. Aber was wäre das auch für ein Unding, so etwas von einem Animals As Leaders-Album zu erwarten?!

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