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Arch Enemy BLOOD DYNASTY

Melodic Death Metal, Century Media/Sony (11 Songs / VÖ: 28.3.)

6/ 7
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Schluss mit (allzu vielen) Schnörkeln! Den Weg, den Arch Enemy mit DECEIVERS eingeschlagen haben, setzen sie auf ihrem zwölften Album selbstbewusst fort: Von unnötigem Ballast befreit, klingen die zehn neuen Songs (plus ein kurzes instrumentales Zwischenspiel) direkt und leichtfüßig, zugleich kraft­strotzend und schillernd. Michael Amott bekommt seit jeher Bauchschmerzen, wenn man das Treiben unter Melodic ­Death Metal zusammenfasst; trotzdem trifft es den Nagel auch für BLOOD DYNASTY noch am ehesten auf den Kopf, wenngleich es nicht alle bespielten Felder abdeckt und der Bandchef seine Vorlieben für Classic Rock, Hardcore und Punk einfließen lässt. Das sorgt auf dem Album für eine enorme Bandbreite, die geschickter denn je vom Gesangsspektrum Alissa White-Gluz’ profitiert. ‘Dream Stealer’ eröffnet das Album (nach einem kurzen orchestrierten Intro) mit alarmierendem Groove-Riff, muskelstrotzendem Refrain und ultratiefem Gesang auffallend brutal.

Auch aus dem treibenden und apokalyptischen Titel-Track schälen sich die Melodien nur zaghaft (aber effektiv) heraus, während ‘March Of The ­Mis­creants’ galoppierend und polternd vorführt, dass ein Song eingängig und hymnisch sein kann, ohne die große Melodi­ekanone auszupacken. Die gibt es auf BLOOD DYNASTY natür­lich auch: In ‘Illuminate The Path’ durch­bricht ein erhabenes Gitarrenmotiv den Industrial-artigen Groove, um im Refrain mit dramatischem Klargesang zu kulminieren, und der Refrain von ‘A Million Suns’ strahlt wie wolkenfrei zwischen den apokalyptischen Strophen. In ‘The Pendulum’ stehen salvenartige Stakkato-Riffs hymnischen (wenngleich biestig intonierten) Refrain-Melodien und Klassik-Anleihen gegenüber, während Arch Enemy in ‘Paper Tiger’ breitbeinige Van Halen- und galoppierende Iron Maiden-Momente auf grollenden Death Metal treffen lassen.

Den Ruhepol des Albums stellt die Cover-Version des Blasphème-Songs ‘Vivre Libre’ (1985) dar; mit zurückgenommener, aber düster-treibender Gitarre, zunächst zartem, bald dornigem französischsprachigem Gesang hebt sich die sehnsuchtsvolle Power-Ballade von ihren beiden Vorgängern im Geiste (‘Reason To Believe’, ‘Poisoned Arrow’) ab – ein Glanzstück für Alissa, das es hoffentlich auf die Setlist einer kommenden Tournee schafft! Zum Finale legt ‘Liars & Thieves’ alles auf den Tisch: Neben einer Hardcore Punk-Breitseite mit „Friendly Fire!“-Kampfansage trumpft der nicht minder bissige, aber melodische Refrain mit Klargesang und flirrender Gitarre auf, bevor ein schillerndes Solo in tiefgelegten Death Metal mündet – eingerahmt von einem hymnischen und aufstrebenden Gitarrenmotiv. Jeff Loomis-Nachfolger Joey Concepcion fügt sich wie erwartet nahtlos in die Gitarrenfront ein, und an neuen Schlachtrufen herrscht kein Mangel („We live to fight another day!“, „All hail the spirit of the underdog!“). Somit ist BLOOD DYNASTY ein glänzender Neueintrag in der Arch Enemy-Diskografie.

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