Toggle menu

Metal Hammer

Search
METAL HAMMER PODCAST Folge 1 mit Doro Pesch https://www.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2020/11/27/09/mh-podcast-beitragsbanner.gif
Genre

Melodic Death Metal

teilen
twittern
mailen
teilen

Der Gotenburg Metal

Gerade die frühen Werke nutzen zudem vereinzelt Elemente des Black Metal wie den Krächzgesang oder vermehrten Einsatz von Blastbeats. Die Kompositionen sind meist komplex und äußerst facettenreich.

Melodic Death Metal ist eine Untersparte des Death Metal, die Mitte der neunziger Jahre in Skandinavien entstand und vor allem durch die Bands At The Gates (SLAUGHTER OF THE SOUL, 1995), In Flames (LUNAR STRAIN, 1994), Soilwork (STEELBATH SUICIDE, 1998) und Dark Tranquillity (SKYDANCER, 1993) geprägt wurden. Alle vier Bands stammen aus den Raum Göteborg, sodass auch oft vom sogenannten „Gotenburg Metal” gesprochen wird.

Da alle Pionier-Bands aus dem schwedischen Underground stammen, beeinflussten sich die Künstler stark gegenseitig. Dies ging sogar so weit, dass Dark Tranquillity-Frontmann Mikael Stanne eigentlich zunächst bei In Flames aushalf und mit der Band auch das Album LUNAR STRAIN (1994) aufnam, während der heutige In Flames-Sänger Anders Fridén bei Dark Tranquillity aktiv war und auch auf deren ersten Album SKYDANCER (1993) zu hören ist.

Einflussreich – und geprägt durch Einflüsse

Melodic Death Metal ist seit seinem Entstehen ein Genre, das durch eine Vielzahl von Einflüssen geprägt wurde. Dadurch werden ihm mitunter völlig unterschiedliche Bands zugerechnet. Unter anderem gelten die für ihre extreme schnellen Gitarren-Melodien und Keyboard-Passagen bekannten Children of Bodom (SOMETHING WILD, 1997) sowie die durch ihre markanten Melodien und charistmatischen Frontfrauen auffallenden Arch Enemy, denen der große Durchbruch erst mit Angela Gossow und ANTHEMS OF REBELLION (2003) gelang, als Vertreter des Melodic Death.

Auch die sehr Thrash-lastigen At The Gates-Nachfolger The Haunted (THE HAUNTED, 1998), die Wikinger-Krieger von Amon Amarth (spätestens seit VERSUS THE WORLD, 2002) oder die technischen The Black Dahlia Murder (UNHALLOWED, 2003) werden als Melodic Death Metal bezeichnet. Selbst die deutlich von Folk und Black Metal geprägten Wintersun (WINTERSUN, 2004) werden dem Genre zugerechnet.

Genre-Ausflüge

Zudem ist zu beobachten, dass viele Bands auf ihren späteren Alben auch andere Genres erkundeten und das Genre dadurch konsequent weiterentwickelten und modernisierten. So wagten etwa Dark Tranquillity auf PROJECTOR (1999) und HAVEN (2000) Ausflüge in den Gothic-Bereich, während Soilwork seit A PREDATOR’S PORTRAIT (2001) moderne Einflüsse verarbeiten und ihren Sound mit Klargesang kombinieren.

In Flames haben sich seit REROUTE TO REMAIN (2002) bzw. SOUNDTRACK TO YOUR ESCAPE (2004) zudem eine ganz eigene Nische geschaffen, in der sie offen mit neuen Elementen und Einflüssen hantieren und zuletzt auf SIREN CHARMS (2014) sogar bis in Alternative-Gefilde vorstießen.

teilen
twittern
mailen
teilen
Die wichtigsten Melodic Death Metal-Bands
Die wichtigsten Melodic Death Metal-Alben
weitere Album-Reviews zu Melodic Death Metal
Hatebreed: Mentale Vorbereitung für Neustart

Hatebreed-Fronter Jamey Jasta sieht viel Arbeit auf sich zukommen. In einem Interview mit Full Metal Jackie wurde er gefragt, ob er aus seiner aktuellen Lockdown-Routine etwas mitnehmen kann, wenn es wirklich wieder im Live-Geschäft losgehen sollte. "Das kann ich noch gar nicht genau sagen. Es fühlt sich derzeit so an, als hätte sich mein Leben drastisch verändert. Mich daran zu gewöhnen, eben nicht jeden Tag in einer anderen Stadt zu sein oder nicht in einem Tour-Bus aufzuwachen, erfüllt mich mit Zweifeln und Unsicherheit. Das alles ist sehr bizarr." Jasta fährt fort: "Es fühlt sich fast so an, als ob ich…
Weiterlesen
Zur Startseite