Architects FOR THOSE THAT WISH TO EXIST

Metalcore , Epitaph/Indigo (15 Songs / VÖ: 26.2.)

4.5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Architects gehen einen musikalischen Weg, der sich auf HOLY HELL (2018) bereits andeutete. Nach dem kurzen Opener eröffnet ‘Black Lungs’ mit heftig groovenden Gitarren das eigentliche Geschehen mit sowohl wutentbrannten Shouts in den Strophen als auch umarmendem Klargesang im Refrain. Die britischen Metalcore-Helden sorgen auf FOR THOSE THAT WISH TO EXIST für Variation – mit sehr aggressiven Nummern, die an älteres Architects-Material erinnern (‘Libertine’, ‘Goliath’), sehr elektronischen Klängen (‘An Ordinary Extinction’, ‘Flight Without Feather’), die stark an aktuelle Bring Me The Horizon-Lieder heranreichen oder auch mal einer ruhigen, tragisch-pompösen Nummer (‘Dead Butterflies’).

🛒  FOR THOSE THAT WISH TO EXIST bei Amazon

Dennoch fehlt es dem Album insgesamt am Spannungsbogen. Zudem hat die Platte auch einfach zu viele Lieder, um durchgehend interessant zu bleiben. Deswegen erwischt man sich des Öfteren dabei, wie man zunehmend gedankenverloren an den Liedern vorbeihört. Sowohl musikalisch als auch textlich ist FOR THOSE THAT WISH TO EXIST sehr hoffnungslos vor sich hintreibend und lässt einen leer und trostlos zurück. Architects schaffen den perfekten Soundtrack zum aktuellen Lockdown-Blues. Das Erkunden neuer Electro-lastiger musikalischer Ufer sei den Briten zudem mehr als gegönnt. Jedoch fehlt ihnen die kraftvolle emotionale Ader früherer Werke, sodass Album Nummer neun doch mehr versackt als zu zünden.

***

Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung

***

teilen
twittern
mailen
teilen
Ivan Moody war sauer wegen Anti-Masken-Video

Five Finger Death Punch sind eine seltsame Band -- unter anderem wegen Gitarrist Zoltán Báthory. Seine Eltern waren beim Militär in der UDSSR beschäftigt, doch der Musiker kehrte dem Ostblock den Rücken und suchte sein Heil in den USA. So erklärt sich seine starke antikommunistische Einstellung zumindest ansatzweise. Selbige war es auch, die sich im Anti-Masken-Video zum Song ‘Living The Dream’ niedergeschlagen hat. Damit ist er als Videoregisseur allerdings deutlich über das Ziel hinausgeschossen, was auch Sänger Ivan Moody so sieht. Filmischer Alleingang Davon, dass Báthory eine Parallele zwischen der Maskenpflicht in der Corona-Pandemie und den Zwängen des Kommunismus ziehen…
Weiterlesen
Zur Startseite