Mit ‘Batman: Arkham Knight’ schließt das Entwicklerstudio Rocksteady seine Batman-Trilogie ab. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen. Diese werden hinsichtlich nochmals verfeinertem „Free-Flow“-Kampfsystem, vielen kleinen Gimmicks für Fans der Serie und des dunklen Ritters sowie einer bombastischen Grafik- und Detailverliebtheit auch zu einem Großteil erfüllt.
Fängt da an, wo Arkham City aufgehört hat
Jedoch sind nicht alle Neuerungen positiv zu verbuchen – das frisch eingeführte Batmobil sorgt im Verlauf des Spiels für ein wenig Frust. ‘Batman: Arkham Knight’ fängt genau da an, wo der zweite Teil, ‘Batman: Arkham City’, aufgehört hat. (Achtung, Spoiler!)
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Wahnzustände
Batmans größter Feind, der Joker, ist tot, und wird zu Beginn des Spiels eingeäschert. Man beginnt als normaler Polizist in einem Diner, wo sich plötzlich seltsam mutierte Wesen treffen und einen angreifen. Diese Wahnzustände werden von jemandem namens Scarecrow verursacht, der vorhat, ganz Gotham City und die komplette Ostküste unter einer Wolke seines Nervengases einzuhüllen. Kurzerhand wird Gotham evakuiert, und Batman sieht sich nur den übrig gebliebenen Bösewichten sowie dem Abschaum Gothams gegenüber. Dabei handelt der Fledermausmann gewohnt brachial.
Erweitertes Kampfsystem
Das erweiterte Kampfsystem geht nun noch flüssiger von der Hand, so lassen sich zum Beispiel mit dem Angst-Multi-Ausschalten in Sekundenschnelle mehrere Gegner lahmlegen. Hinzu kommen verbesserte Attacken und Gadgets, die auch dringend nötig sind, denn die neuen Feinde haben es teilweise in sich. So sind die Einheiten des geheimnisvollen Arkham Knight, der dem Spiel seinen Namen gibt, perfekt ausgebildet und kennen Batmans Vorgehensweise. Das ist nicht nur während der Kämpfe, sondern auch innerhalb der Story relevant, denn Arkham Knight scheint Batman besser zu kennen, als dieser sich selbst. Somit entsteht eine spannende Jagd durch die drei Hauptbereiche von Gotham City.
Eingeschränkte Open World
Die Stadt zeigt sich zwar als Open World, schränkt sich aber selbst angenehm ein, sodass man nie zu weit in belanglose Handlungen abdriftet. Man wird durch die gut geschriebenen und inszenierten Haupt- wie Nebenmissionen geschickt durch die Stadt geleitet. Dabei trifft man auf Charaktere wie Catwoman, Nightwing oder Robin, mit denen man kooperativ Rätsel löst und die Gangs von Pinguin und Two-Face aufmischt. Schade, dass diese Missionen sehr rar gesät sind. Dafür kommt das Batmobil, oder besser gesagt der Batpanzer, oft zum Einsatz. Ein bisschen zu oft, denn nicht nur in den Hauptmissionen tritt man gegen Panzerdrohnen von Arkham Knight an, sondern auch Riddler hat seine Rätsel auf das Batmobil umgemünzt. Zudem gilt es, Bomben zu entschärfen, noch mehr Drohnen zu zerstören und so weiter. Ein etwas dosierterer Einsatz des Fahrzeugs hätte sicher nicht geschadet. Das merkt man vor allem, wenn man gekonnt mit ausgebreiteten Flügeln über Gotham schwebt, Hinweise, kleine Geheimnisse in der Stadt entdeckt und gegnerische Einheiten belauscht.
Beeindruckend und bedrückend zugleich
Insgesamt sind Stimmung und Atmosphäre von ‘Batman: Arkham Knight’ beeindruckend und bedrückend zugleich. Das wird einerseits von der Grafik und den Sounds transportiert, aber auch die Narration sucht ihresgleichen. Die Charaktere, allen voran Batman, sind gut geschrieben und von ausgezeichneten Synchronsprechern vertont. Insgesamt erreicht das Spiel nicht ganz die Erwartungen, vor allem aufgrund einiger Gameplay-Entscheidungen. Diesbezüglich haben die Vorgänger mehr Abwechslung geboten. Jedoch entschädigt das Drumherum, weswegen ‘Batman: Arkham Knight’ trotzdem zu einem der Spiele des Jahres avanciert und deshalb nicht nur für Serien-Fans geeignet ist.
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