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Benediction RAVAGE OF EMPIRES

Death Metal, Nuclear Blast/Warner (11 Songs / VÖ: 4.4.)

6/ 7
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Death Metal ist heute ein beliebtes Genre. Zahl­reiche Nachrücker wecken Hoffnungen, bringen das letzte Quäntchen aber oft nicht auf die Straße respektive den Plattenteller. Wieder andere ver­suchen sich an neuen Ansätzen und driften arg ins Künstlerische ab. Benediction kontern mit unwiderstehlichem Old School-Ansatz: Die 1989 gegründeten Engländer haben seit ihrer Wiedergeburt mit dem starken SCRIPTURES (2020) ordentlich Staub aufgewirbelt, mitreißende Konzerte gespielt und die Rückkehr von Ursänger Dave Ingram ausgiebig zelebriert. Und nun? Reicht ein dreckiges Lachen des Genannten, um die richtige Stimmung für RAVAGE OF EMPIRES zu setzen. Der bärbeißig knurrende wie passioniert zwischenrufende Vokalist wütet wie eine Urgewalt, die (um Jungbassist Nik Sampson verstärkten) Instrumentalisten starten ein tieftönendes Sperrfeuerwerk nach dem nächsten, und Stücke wie ‘Genesis Chamber’, ‘Engines Of War’ oder ‘In The Dread Of The Night’ knüppeln, sägen und walzen mit unbarm­herziger „Keine Gnade“-Attitüde alles in Grund und Boden.

Dabei gibt sich das Quintett keineswegs „nur“ dem Exzess hin, sondern inkludiert Tempowechsel und Widerhaken wie aus dem Lehrbuch und wartet mit wendungsreichen Melodien auf (man höre etwa ‘Psychosister’). Irre schwer und trotzdem locker-leicht klingen, eine gute Dreiviertelstunde lang dauerhaft zum Headbangen anregen und irre Grimassen provozieren, dabei pure Passion verbreiten und keinen Stein auf dem anderen lassen: Das ist Death Metal, und Benediction besetzen mit RAVAGE OF EMPIRES zweifelsohne den Genre-Thron – alle anderen können auch anno 2025 sterben gehen und sich vor den Urvätern in den Staub werfen.


Auch im 35. Band-Jahr sind Benediction noch hungrig! In Nummern wie ‘A Carrion Harvest’, dem rauflustigen ‘Engines Of War’ oder dem bitterbösen ‘Genesis Chamber’ verschweißen sie kompromisslose Brutalität mit unentrinnbarer Eingängigkeit – zusammengehalten durch handwerkliches Geschick, das nötige Maß (und kaum mal mehr) an Melodie und massig Wut im Bauch. Sebastian Kessler (5,5 Punkte)

Das Quasi-Comeback SCRIPTURES (2020) sorgte für Begeisterung, der Nachfolger RAVAGE OF EMPIRES schließt nahtlos an. Wie eine gut geölte Maschine rattern die Briten durch elf Songs, die allesamt frühzeitig auf den Punkt kommen. Die wunderbare Mischung aus Brutalität und einem Hauch von Melodien zieht sich durch alle Kompositionen, von denen vor allem ‘Beyond The Veil (Of The Grey Mare)’ und ‘Engines Of War’ hervorstechen. Marc Halupczok (5,5 Punkte)

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