Kaum zu glauben, dass Bloodhunter erst ihr viertes Album auf den Markt bringen. Denn die rhythmischen, kreativen Riffs, schnellen, galoppierenden Gitarren und das Geschredde mit Wah Wah-Pedal in ‘No On Beats Death’ lassen auf eine üppigere Diskografie schließen. Außerdem liefern die Spanier Schlagzeuggeprügel, Groove, Saiten-Noise, harsche Vocals und böses Lachen in ‘Human Insecticide’ sowie melodische Lead-Gitarren in ‘The Devil’s Own’. Dazu gibt es coole Old School-Soli wie in ‘The Path That Never Ends’ – dem Song, bei dem auch Burning Witches-Frontfrau Laura Guldemond mitwirkt. Doch nicht nur musikalisch können Bloodhunter überzeugen. Auch inhaltlich setzen sie auf gute Lyrics und tiefere Messages. So haben sie mit der zuvor veröffentlichten Single ‘Threshold Of Hell’ einen Antikriegs-Song geschrieben, für den sich die Spanier sogar Moonspell-Sänger Fernando Ribeiro herangeholt haben, dessen düsterer Gesang die harschen Vocals von Bloodhunter-Frontfrau Diva Satanica komplimentiert. Das Album ist kreativ, technisch solide und durchgehend musikalisch gut. Doch wo solch eine Stilsicherheit besteht, wie Bloodhunter sie an den Tag bringen, besteht die Gefahr einer gewissen Monotonie. Diese haben die Spanier spätestens mit ‘The Night Is Darker Before Dawn’ durchbrochen und einen wunderschönen Titel geschaffen, der nur aus gezupfter, mit Fingern gespielter Akustikgitarre und Bass besteht. Und auch ‘Masters Of Deceive’ ist mit den Saiten-Scratches, düsteren Vocals und vollen Riffs ein Anspieltipp. Also: Bei den elf Songs und einer Vorliebe für härtere Musik könnte hier durchaus ein Playlist-Neuzugang dabei sein.
***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***
