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Bodysnatcher HELL IS HERE, HELL IS HOME

Deathcore, MNRK Heavy/OPEN (10 Songs / VÖ: 10.4.)

4/ 7
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Bei einer Band, die ihren Namen einem der bekanntesten und monströsesten Serienmörder der USA gewidmet hat (obwohl sie die Möglichkeit hätte, sich bei drei gleichnamigen Band-Mitgliedern einfach „Kyle“ zu nennen), erwartet man von vornherein keine entspannte Feier­abendmusik. Jener Vorahnung werden ­Bodysnatcher vollkommen gerecht und wachsen in Anbetracht ihrer Vorgängerbrecher auf ihrem fünften Studioalbum HELL IS HERE, HELL IS HOME in Sachen Brutalität über sich hinaus: Nach zehn Songs und knapp 30 Minuten voller hasserfüllter Lyrics, tieftretender Breakdowns und zahllosen herzinfarktauslösenden Jumpscare-Momenten bleibt der Hörer völlig verstört und ohne ein Fünkchen Hoffnung zurück. Bereits auf die Frage „Are you scared?“ im ersten Song ‘The Maker’ will man nur entgegenbrüllen: „Ja, und wie!“ Dennoch lassen sich in dieser bedrohlichen Deathcore-Orgie einige zugängliche Hardcore-Passagen (‘Writhe And Coil’, ‘Survive Or Die’) und blutdrucksenkende Tempi finden, die zumindest ein klein wenig Luft zum Atmen und Kopfnicken lassen. Highlight ist das zentriert gesetzte ‘No Savior’, das mit einem atmosphärisch anmutenden Black Metal-Intro startet und mit einem verspielten Gitarrensolo bezirzt. Auch wenn sich Bodysnatcher alle Mühe geben, ihren Hörern jeglichen Lebenswillen auszusaugen, bleibt eines sicher: HELL IS HERE, HELL IS HOME wird schnell eine Heimat finden – und zwar in den Moshpits ihrer kommenden Tourneen.

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