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Bon Jovi FOREVER

Rock, Island/Universal (12 Songs / VÖ: 7.6.)

3/ 7
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Beginnen wir mit den guten Nachrichten: Von den Stimmproblemen, die Jon Bon Jovi in den letzten Jahren quälten, ist auf dem 16. Studiowerk seiner Formation nichts zu hören. Davon abgesehen lässt sich der Nachfolger des immerhin nachdenklich-mahnenden 2020 (2020) für Fans der härteren Gangart als ziemlich belanglos beschreiben: Es gibt beschwingte Schunkel-Rocker ohne Widerhaken (‘Legendary’ mit Klatschen und „Wo-oh“-Chören, ‘We Made It Look Easy’ mit souligen Frauen­stimmen, ‘Walls Of Jericho’ mit „Na-na-na“-Chören) und auf die Live-Darbietung getrimmte Mitwinker (‘Waves’) sowie nette lyrische Bilder (‘Seeds’) und überemotionale Schmachtballaden (‘Kiss The Bride’) – alles maximal ungefährlich und derart überraschungsarm, dass es Fans der Frühphase nicht einmal mehr wehtut.

Wirklich wohlige Gefühle erzeugen Bon Jovi zum 40. Jubiläum fast nur noch über die Nostalgieschiene – etwa, wenn in ‘We Made It Look Easy’ die auf den gleichnamigen Song referierende Wendung „Blood on blood“ erklingt, in ‘Living Proof’ der vom größten Bandhit bekannte Stimmverzerrer hervorgekramt wird, das etwas aus dem gewohnten Klang­muster ausbrechende ‘The People’s House’ dezente ‘Keep The Faith’-Vibes versprüht oder mal wieder an glorreiche Teenager-Zeiten erinnert wird (‘My First Guitar’). All das erzeugt Resonanz, stimmt aber auch ein bisschen traurig: Denn wenn das (hier erklärtermaßen eng mit dem Urheber verknüpfte) lyrische Ich so gerne an das Auflegen von Kiss-Platten im Hinterhof und die Powerchords von damals zurückdenkt – was genau hält es dann davon ab, die Magie von einst auferstehen zu lassen und sich aus der stetig stärker Einzug haltenden Belanglosigkeit zu befreien? Ob das Finale ‘Hollow Man’ die Antwort darauf gibt, bleibt der Hörerschaft überlassen.

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Paul Stanley: Avatare sind so real wie Kiss selbst

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