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Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19

Boris SMILE Review

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von

BORIS
Smile
Psychedelic Metal 5 / 7
Southern Lord/Soulfood (7 Songs / 47:59 Min.)
VÖ: 18.4.

Auch auf die Gefahr hin, in Stereotype zu verfallen: Bei japanischen Bands kann man entweder alles richtig oder alles falsch machen. Zuletzt hatten Sigh und Gallhammer jeweils extrem Unvorhersehbares mit Black Metal veranstaltet, jetzt greifen die derzeitigen Szene-Darlings Boris wieder ins Geschehen ein.

Ihr eklektischer Mix aus Retro-Metal, drogenumnebelter Psychedelic und reinem Drone passt zurzeit extrem gut in eine Landschaft, in der Dinge, die jahrelang No-Gos waren, wieder hoffähig werden – man denke nur an The Darkness mit ihrem überkandidelten Hard Rock oder zuletzt Danava, das haarige Glam-Psychedelic-Quartett aus Portland, Oregon. Boris jedoch setzen dem Ganzen an Verschrobenheit locker die Krone auf: Sie kombinieren den roboterhaften Charme japanischer Pop-Musik mit fuzzigen Zeitlupen-Riffs (‘Flower Sun Rain’), Black Metal-Geklöppel mit einem unfassbarem Garagen-Sound und gehauchter japanischer Lyrik (‘KA RE HA TE TA SA KI’) oder Punkiges (‘Laser Beam’) mit Space-Balladen, die wie Flaming Lips auf Drogen, die auch ein Wayne Coyne bisher nicht kennt, klingen (‘My Neighbor Satan’). Erst wenn Sunn O)))s Stephen O’Malley im 15-minütigen, unbetitelten Rausschmeißer mit seinen dräuenden Drone-Wänden ins Geschehen eingreift, bekommt man so etwas wie Boden unter den Füßen.

Insofern: Ein Juwel für Freunde des ungewöhnlichen Hörerlebnisses, wer klare Aussagen in sauber strukturierten Songs braucht, meide das hier jedoch wie der Teufel das Weihwasser.

Robert Müller

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER Mai-Ausgabe!)


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