Toggle menu

Metal Hammer

Search

Caliban DYSTOPIA

Metalcore , Century Media/Sony (11 Songs / VÖ: 22.4.)

4.5/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Immerhin auf eines ist noch Verlass: Dank der 2021 eingeschobenen Neuaufnahmen ZEITGEISTER konnten Caliban ihren Rhythmus von einem neuen Album alle zwei Jahre zumindest im Durchschnitt halten. Dass die letzte vollwertige Platte ELEMENTS schon vier Sonnen­umrundungen zurückliegt, kommt DYSTOPIA zugute: Zwar wird das altbewährte Muster „harte Strophe, herzschmerzender Refrain“ weiterhin durchgezogen, doch wirkt auf dem zwölften (regulären) Album vieles natürlicher, dynamischer und speziell beim Blick aufs Detail ausgefeilt-abwechslungsreicher. Korn-artige Psycho-Einschübe steigern etwa im Titel-Song die Intensität, und ‘Dragon’ reizt die Dynamik zwischen laut und leise, melodisch und heftig, auf packende Weise aus. Am meisten Spaß macht DYSTOPIA aber immer dann, wenn Caliban aus ihrer Wut schöpfen und dieser (ohne auf die melodischen Einschübe zu verzichten) in ausgearbeiteten Bahnen Raum geben – etwa in ‘VirUS’ (mit Heaven Shall Burns Marcus Bischoff als Gast am Mikro) und dem heftigen ‘sWords’.

🛒  DYSTOPIA bei Amazon

Apropos: Diesmal tanzt die Band besonders ausgiebig auf dem schmalen Grat zwischen cleveren Gedankenspielen und Todsünden aus der Wortspielhölle (‘mOther’ macht das Trio komplett). ‘Phantom Pain’ begeistert mit seinen rockig voranpreschenden Strophen, fällt im austauschbaren Refrain jedoch ab: Obwohl für sich genommen gelungen, sind es auf Albumlänge ausgerechnet die gewollt eingängigen, melodischen Elemente, die einen aus dem Hörfluss rausreißen und einen faden Beigeschmack hinterlassen. Gut, dass DYSTOPIA verlässlich oft genug ballert!

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***

teilen
mailen
teilen
Alissa White-Gluz: Vorteile und Nachteile von KI

Die Nutzung von KI spaltet aktuell Meinungen wie kaum ein anderes Thema, und auch im Metal laufen die Diskussionen auf Hochtouren. Sängerin Alissa White-Gluz (Ex-Arch Enemy) wägt im Interview mit EMP die Vorteile und Nachteile der Programme ab und versucht, diplomatisch an die Sache heranzugehen. Werkzeug Sie sagt: "Ich glaube, dass KI ein nützliches Werkzeug für Wissenschaft und Medizin sein kann. Ich bin gespannt, was sie da noch macht. Jahrzehnte von Studien blitzschnell lesen zu können, Schlüsse und Vergleiche ziehen zu können, könnte sehr hilfreich sein, um Heilmittel für chronische Erkrankungen zu finden und Menschen zu helfen. Dafür liebe ich KI. …
Weiterlesen
Zur Startseite