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Cemetery Skyline NORDIC GOTHIC

Gothic Rock, Century Media/Sony (10 Songs / VÖ: 11.10.)

5.5/ 7
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Hätte ich aus all meinen nordischen Lieblingen eine Supergroup zusammenstellen müssen, wäre meine Wahl wohl auf genau diese Musiker gefallen. (Okay, Ex-Sentenced-Schlagzeuger Vesa Ranta kommt überraschend.) Braucht man nun aber eine neue Band von Workaholics, die bereits mit diversen (im Fall von Sänger Mikael Stanne und Gitarrist Markus Vanhala: je drei) anderen Formationen beschäftigt sind? Ja – denn hier machen sie etwas gänzlich anderes. Allein die Tatsache, dass Stanne auf NORDIC GOTHIC durchgehend klar singt und mit gotisch-tiefer Verführerstimme zu Werke geht, zaubert mir Herzchen in die Augen und ein dümmliches Grinsen ins Gesicht. Dass Goth Rock vom Hang zu Melancholie und Schwülstigkeit lebt, ist dabei kein Geheimnis, sondern Mittel zum Zweck – schließlich geht es in diesem Genre wie in kaum einem anderen um Gefühle.

In meinen Augen gelingt es dem Quintett, die Waage zwischen sanft umschmeichelnden Phasen wie harten Riffs zu halten und dabei seine überragende Musikalität unter Beweis zu stellen (Bonuspunkte gibt es für durchschimmernde Insomnium- und Amorphis-Riff-Melodien). Als Anspieltipps empfehlen sich das gekonnt ins Geschehen ziehende ‘Torn Away’, der etwas an HIM erinnernde Hit ‘Violent Storm’ oder das bewegende ‘Anomalie’. Der perfekte Herbst-Soundtrack für alle, die mit letzten Sonnenstrahlen auf der Haut richtig in ihre Schwermut eintauchen wollen und bereits den langen, harten Großstadtwinter fürchten.

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