Toggle menu

Metal Hammer

Search

Crippled Black Phoenix SCEADUHELM

Rock, Season Of Mist/OPEN (12 Songs / VÖ: 17.4.)

4.5/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Wir sind nicht nur alle furchtbar busy, sondern auch alle: furchtbar müde. Da bildet das Kollektiv um Justin Greaves keine Ausnahme, und SCEADUHELM (hat der Titel was mit dem Alzheimer-Medikament Aduhelm zu tun?) trägt dieser Erschöpfung in zwölf neuen Tracks Rechnung. Es geht um Burnout, Trauer, institutionalisierte Gewalt und die fließenden Grenzen zwischen dem Persönlichen und dem Politischen. Das Resultat ist düster und skizzenhaft. Die Musik stammt ausschließlich von Justin Greaves; den Gesang liefern Belinda Kordic, Ryan Patterson und/oder Justin Storms mit eigenen Texten. Der Sound spiegelt eher Zurückhaltung als Loslassen wider und verharrt in post-punkig donnernder Kühle (exemplarisch dafür: ‘Beautiful Destroyer’). Die Spannung steigt langsam und wird gehalten, die ersehnte Auf- beziehungsweise Erlösung bleibt jedoch aus – was Absicht ist. Pattersons dunkle Americana-Stimme und Kordics Nineties-Trip-Hop (‘The Dropout’) und Shirley Manson-Schnarren (‘Hollows End’) sind heraus­ragend, während Storms seltsam blass bleibt. Und: Was bei Crippled Black­ ­Phoenix live wunderbar funktioniert – die Vielstimmigkeit, die unterschiedlichen Intensitäten der Mitwirkenden, die sich auf der Bühne abklatschen –, lässt sich leider nicht ganz ohne Verluste auf Konserve ziehen. Da schaffen auch die zwischen die Tracks montierten Film- und Audio-Snippets keine Kohäsion. Trotzdem: Es gab schon weit weniger zwingende Crippled Black Phoenix-Alben als SCEADUHELM.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***

teilen
mailen
teilen
Die Metal-Alben der Woche vom 24.04. mit At The Gates, The Amity Affliction u.a.

At The Gates THE GHOST OF A FUTURE DEAD Kommentare der METAL HAMMER Redaktion zum Album des Monats 06/2026 THE GHOST OF A FUTURE DEAD ist aufgrund seiner Entstehungsumstände kaum unvoreingenommen und ungerührt zu hören. Allein der Titel sorgt für Gänsehaut! Auch objektiv begeistern At The Gates mit ihrem achten Album: Direkter als zuletzt, ohne Anspruch und Tiefe einzubüßen, sind Songs wie ‘The Dissonant Void’ oder ‘The Phantom Gospel’ Meisterstücke des Melodic Death Metal. Und ein würdiges Vermächtnis dessen Miterfinders Tompa Lindberg. Sebastian Kessler (6 Punkte) Schon beim Albumtitel läuft einem ein Schauer über den Rücken, und den Schwanengesang des…
Weiterlesen
Zur Startseite