Toggle menu

Metal Hammer

Search

Decapitated ANTICULT

Death Metal, Nuclear Blast/Warner (8 Songs / VÖ: 07.07.)

6/ 7
teilen
mailen
teilen
von

„Zu wenig Gefrickel, zu wenig Brutalität, zu nachvollziehbar“ – für BLOOD MANTRA mussten Decapitated 2014 einige Beschwerden von Tech Death-Ultras einstecken. Album sieben zeigt in kompakten 38 Minuten, wie scheißegal den Polen dieses Mimimi ist, biegt ANTICULT doch noch entschlackter, groove-lastiger und barrierefreier ums Eck.

In ‘Impulse’ und ‘Deathvaluation’ mischen Decapitated ihren Tod mit mächtigem Hardcore-Antrieb und rockigen Soli von vornherein gewaltig auf und rühren fortan dicke Neo-Thrash-Schichten unter. Dabei blitzen Machine Head-, Soulfly-, The Haunted- (‘Kill The Cult’, mit traditioneller Heavy-Note: ‘Earth Star’) und sogar Killswitch Engage-Vorlieben (‘Never’) durch. Was einst unvorstellbar schien, funktioniert auf ANTICULT hervorragend.

Zum einen, weil die Musiker ihre Wurzeln nie verleugnen: Unter der zugänglicheren Oberfläche bestätigen sie sich mit Blastbeats (‘Anger Line’), synkopierter (Fear Factory-)Rhythmik und schwarzen Schattierungen (‘One Eyed Nation’) weiterhin als brutale Meister ihres Handwerks. Zum anderen, weil Decapitated – mit Ausnahme des Füllers ‘Amen’ – selten dynamischer klangen:

Die (Death’n’Roll-)Devise, die Songs auf fetten Grund-Riffs aufzubauen und häufiger die erste Aufnahme einer technisch perfekten, aber totgerittenen Version vorzuziehen, treibt den Hörspaß im Verbund mit der angenehm natürlichen, da trigger-freien Produktion in ungeahnte Höhen. Vorausgesetzt natürlich, man nähert sich ANTICULT scheuklappenfrei…

teilen
mailen
teilen
Sonata Arctica: 25 Jahre SILENCE

SILENCE ist kein lautes Statement, sondern ein Album, das eher tastend voranschreitet. Sonata Arctica wollten sich vom Debüt lösen, ohne gleich ein neues Manifest zu formulieren. Das Cover - eine geteilte Landschaft mit einem einsamen Satz Fußspuren - wirkt wie ein Versuch, Naturverbundenheit und Band-Identität sichtbar zu machen, ohne sich in Symbolik zu verlieren. Sänger Tony Kakko betonte selbst, dass die Idee weniger tiefgründig ist, als sie aussieht. Es ist ein Bild, das Stimmung erzeugt, nicht mehr und nicht weniger. Der Titel: pragmatisch und passend Der Name SILENCE war keine große Vision, sondern eine spontane Eingebung von Kakkos damaliger Freundin.…
Weiterlesen
Zur Startseite