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Decline Of The I WILHELM

Black Metal, Agonia/Soulfood (5 Songs / VÖ: 14.2.)

6/ 7
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Wenn ein ernsthafter Veteran der französischen Black Metal-Szene in sein gut sortiertes Bücherregal langt, zieht auch ganz rasch das Bildungsbürgertum in den Untergrund ein. Die ersten drei Alben von Decline Of The I und deren Chef-Lenker Adrastis Korgan (auch bei Merrimack, Vorkreist und diversen anderen Projekten am Start) widmeten sich dem Schaffen des französischen Neurobiologen Henri Laborit, dessen Entdeckung Chloropromazin als erstes Psychopharmakum gilt. 2021 kam mit JOHANNES ein erstes Album, das den Fokus auf das Werk des dänischen Theologen Søren Kierkegaard richtete, der den Großteil seiner Schriften unter Pseudonymen veröffentlichte. In ‘Entweder – Oder’ ist dies unter anderem der Gerichtsrat Wilhelm. Alles klar so weit?

Rock’n’Roll jedenfalls gibt es hier keinen, WILHELM ist Post Black Metal in seiner klarsten, schroffsten und, jedenfalls was mich betrifft, befriedigendsten Ausformung: extrem dichte Klangwallungen mit ambitionierten Riffs, emotionalem, schmerzgetriebenem Gesang und fein dosierten, beklemmenden Keyboards, die immer wieder von zarter Beinahe-Stille eingefangen werden. Der Opener ‘L’Alliance des rats’ exerziert das beispielhaft vor, aber WILHELM funktioniert vor allem als Album, als dich verschlingende, klanggewordene Gefühlswelt. Spätestens, wenn im abschließenden, 13-minütigen ‘Renouncer’ der Frauen­chor zum letzten Gericht ruft, reagiert mein Körper mit Gänsehaut. C’est fantastique!

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