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Deep Purple SPLAT!

Hard Rock , Ear (13 Songs / VÖ: 3.7.)

6/ 7
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Es war in der Tat eine gute Entscheidung, nicht dem Wunsch ihres ehemaligen Gitarristen Steve Morse zu entsprechen und die Band-Geschäfte auf ein Minimum zurückzufahren, sondern stattdessen – mit Nachfolger Simon McBride – weiterhin am Puls der Zeit zu rocken und neue Alben zu produzieren. Denn ohne diese bewundernswerte Durchhaltementalität würde es solch einen Ohrenschmaus wie SPLAT! nicht geben. Und damit wäre diese Welt um viele genussvolle Momente ärmer. Als ob das aktuelle Line-up mit Ian Paice, Roger Glover, Ian Gillan, Don Airey und McBride jetzt zur vollends homogenen Einheit verschmolzen wäre, sprudelt aus SPLAT! pure Spielfreude. Da wird klassisch georgelt, handfest gerockt, steuert Sänger Ian Gillan wieder einige augenzwinkernde Texte bei (‘Jessica’s Bra’, ‘The Only Horse In Town’, ‘Arrogant Boy’) und herrscht abermals diese unnachahmliche Mixtur aus scheinbar unerschöpflicher Energie und stoischer Gelassenheit, die Deep Purple schon seit PURPENDICULAR (1996) auszeichnet. Endgültig vergessen sind die unruhigen Blackmore-Zeiten, die internen Streitigkeiten, die Unsicherheiten, ob es ein nächstes Album geben und wie es, falls überhaupt, letztlich klingen würde. Deep Purple anno 2026 sind eine höchst vitale Band mit höchst vitalen Musikern im fortgeschrittenen Rentenalter (okay, McBride bildet die Ausnahme), deren Sound ikonisch und die im besten Sinne zur Legende gereift ist.


SPLAT! – Was sich anhört wie hingerotzt, ist in Wahrheit hingerockt (badum-tss). Spaß beiseite: Die Herren von Deep Purple sind zwar hörbar alt geworden, aber dennoch lädt diese Platte herrlich zum Mitnicken und Bewegen ein. Natürlich reicht das Album nicht an alte Errungenschaften heran. Und dennoch ist es schön, dass diese Helden der Rock-Geschichte ihren einzigartigen Charme noch nicht verloren haben, wie sie mit SPLAT! beweisen. Helen Lindenmann (5,5 Punkte)

Die Serie von superben Spätwerken, die für die Hard Rock-Urgesteine vor 13 Jahren mit NOW WHAT?! begann, wird mit SPLAT! genauso fortgeschrieben wie die Reihe fragwürdiger Albumtitel mit Interpunktionsfetisch. Auch auf ihrem zweiten Album mit Simon McBride ziehen Deep Purple alle hochmelodischen Hook-Register. Und wie sich Geschichtenerzähler Ian Gillan vor dem Hintergrund der demonstrierten kompositorischen Klasse zu immer neuen lyrischen Hochleistungen aufschwingt, ist nicht minder beeindruckend. Frank Thiessies (6 Punkte)

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