Wo sich Defacing God aus Dänemark auf ihrem Debüt thematisch noch mit Hexerei und mächtigen Dämoninnen beschäftigt haben, kehren sie nun den Blick nach innen. Sängerin Sandie „The Lillith“ Gjørtz besingt mit mächtigen Growls innere Qualen, Verlust und Isolation. Alles interne Kämpfe, die überwunden werden müssen, um sich der Furcht zu stellen und am Ende stärker herauszukommen. Musikalisch sind die Dänen klar von Bands wie Dimmu Borgir (‘Nocturnal Vestige’) oder Cradle Of Filth (‘I See Shadows’, ‘Transition’) beeinflusst. Dennoch fehlt es ihnen an deren Hang zum Extremen. Sie lassen sich eher in Sachen Theatralik und symphonische Melodien inspirieren. ‘Hymns Of The Memoir’ bricht hingegen das Muster aus Symphonik und brutalem Metal. Rituell-rhythmische Trommeln und andächtiger Chorgesang eskalieren zu einer gefauchten Beschwörung und gipfeln in einer ominösen Erzählung. Songs wie ‘Malediction Manor’ oder ‘The Last Revelation’ beweisen, dass Defacing God ihre Kunstfertigkeit verfeinert haben und wissen, wie man die Fans mitreißt.
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