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Defiled THE HIGHEST LEVEL

Death Metal, Season Of Mist/Soulfood (15 Songs / VÖ: 28.4.)

5/ 7
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Die Japaner ­Defiled gehören mit 30 Jahren Band-Historie zu den dienst­ältesten Death Metal-Bands Asiens und sind mittlerweile auch schon seit zwanzig Jahren beim französischen Label Season Of Mist. Um dort zu landen, muss man eben auch anders sein als der Durchschnitt. Und das trifft auf Defiled definitiv zu: Während viele Death Metal-Bands entweder bewusst räudig nach Endachtzigern oder bewusst modern nach Überschalldrohnen-Cyborg-Hightech-Geballer klingen (was einen bei Japanern nun auch nicht wundern würde), zieht die Band aus Tokio ihr ureigenes Ding stoisch durch: Mittneunziger-Schule-Old School-Death Metal mit durchaus brutalen Einschüben, aber auch ebenso oft eingestreuten, der Aggression dienlichen Thrash-Riffs, dazu hier und da etwas verquere, ungelenk wirkende Breaks, bevor die Stakkatosäge den Song wieder geraderückt. Dazu sind Stücke wie ‘Entrapped’ auch in Sachen Geschwindigkeit variabel, und die Shouts von Shinichiro Hamada sind regelrecht verständlich.

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Was wiederum partiell an den damals in Japan lebenden Exil-Amerikaner Damian Montgomery erinnert, der mit Ritual Carnage ebenfalls Wes Benscoter-Artworks zelebrierte, THE HIGHEST LAW besang und dabei zwischen Death und Thrash wilderte. Auch wenn vom Original-Line-up nur noch Gitarrist Yusuke Sumita übrig ist, muss man vor Defiled den Hut ziehen, denn wenn man ihnen den ein oder anderen verschrobenen Spleen auf THE HIGHEST LEVEL ver­ziehen hat (‘Warmonger’ ist Tech-Thrash mit Quasi-2-Step-Einlage), ist das eine runde Dreiviertelstunde Spielzeit bietende siebte Album ein interessantes Werk, eben weil es sich bewusst vom Zeitgeist abhebt. Und das ist so sympathisch, dass sogar Gunnar Sauermiesepeter ein Defiled-Shirt besitzt. Von wegen verschroben …

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Megadeth: Keine Gastauftritte von früheren Mitgliedern

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