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Defy The Curse HORRORS OF HUMAN SACRIFICE

Death Metal, Hammerheart/SPV (12 Songs / VÖ: 13.1.)

4/ 7
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„Old love doesn’t rust – for Crust“ steht in der Band-Info, denn unter diesem Motto hat sich das aus Horst aan de Maas stammende Quartett alter Lärmkumpels wiedergefunden. Ein gewisser Hang zu niederländischem Underground-Geballer muss mitgebracht werden, um sich an Bands wie Collision oder Mangled zu erinnern, einzig Gitarrist Harold Gielen war nach deren Ende mit Legion Of The Damned konstant unterwegs (dort allerdings am Bass). In die Schublade Death Metal passen DEFY THE CURSE auch nur bedingt, da die Basis ihres Sounds gleichsam tief in den Sümpfen des wütenden Crust-Punk vergraben liegt. Das Ganze wird aber mit Schmackes und HM2-Klampfen vorgetragen – das passt gut zu den simpleren Drum-Rhythmen, die Crust nun mal mit sich bringt. Das leger schlurfende ‘The Tower Of Suffering’ kommt dafür mit einem Entombed-meets-Down-Vibe und schickt Lead-Gitarren daher, bevor das Tempo wieder ein bisschen angezogen wird – und in ‘The Oppressor’ kurz die berühmte niederländische Knochensäge losrifft. Grund­sätzlich geht es auf dem mit ­schickem Wechterowicz-Cover daherkommenden Album aber relativ wüst zu – das liegt auch am dicken Sound des alten Mangled-Homies und Toneshed-Produzenten Erwin Hermsen.

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Interessant ist aber auch, dass die wütend herausgebrüllten Shouts von Wouter Wagemans meistens dicker klingen als die Death Metal-lastigeren Growls. Deutliches Zeichen gegen den übertriebenen Vinyl-Hype: Die digitale Scheibe kommt als Doppel-CD mit den fünf Tracks der DEFY THE CURSE-EP von 2018. HORRORS OF HUMAN SACRIFICE ist keine Offenbarung, aber eine grundehrliche und solide Underground-Scheibe für Leute, die einfach mal Bock auf „Gehirn in den Schrank hängen und headbangen“ ­haben.

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