Noch mehr maskierte Schwarzmetaller mit kryptischen Pseudonymen gefällig? Dann ab zu Duir, einem 2013 von Gitarrist MK (Mirko Albanese) in Italien aus der Taufe gehobenen Projekt! Auf das Debüt von 2022 folgt nun das Zweitwerk, das sich im melodischen, von Fronter Vox in Umbra in garstigem Italienisch bekeiften Black Metal abspielt und mit prägenden, von TZ (Thomas Zonato) eingespielten Folk-Instrumenten wie Dudelsack, Drehleier oder Flöte aufwartet. Dass der Einsteiger ‘Manifesto’ als längstes von vielen langen Liedern gleich die Zehnminutengrenze sprengt, stört kaum – zu rasant, emotional und über weite Strecken packend schrammeln Duir hier wie auch im Verlauf dahin. Im dramatischen Anspieltipp ‘Impeto’ steuert Gastvokalist L.G. (Ellende) einige deutsche Textbausteine bei, die im folgenden Instrumentalstück ‘Della Notte’ reflektiert werden können (thematisch ist das knapp 47-minütige Werk im Ersten Weltkrieg angesiedelt). Generell überzeugt CATARSI mit seiner Energie und charakteristischen Folk-Note, wenngleich das Klangschema über weite Strecken (noch?) relativ gleichförmig ausfällt. Für Genrefans stellen Duir eine spannende Neuentdeckung dar.
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