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Ego Kill Talent THE DANCE BETWEEN EXTREMES

Alternative Metal, BMG/Warner (12 Songs / VÖ: 19.3.)

4.5/ 7
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Bei einer brasili­anischen Band denkt man wahl­weise an den Death- oder Thrash-Bereich, doch das Quin­tett aus São Paulo hat sich in seiner Karriere für modernen Rock und alternativ angehauchten Metal entschieden. Bereits das Debüt EGO KILL TALENT bediente sich beim Grunge und einer Reihe von Bands, die im US-Radio hoch- und runtergespielt werden. Auf dem Nachfolger THE DANCE BETWEEN EXTREMES verfeinern die Brasilianer ihren Mix einmal mehr und lassen weitere verspielte, alternative Elemente einfließen, die mitunter auch poppige Ausmaße annehmen – aufgrund der dicken Produktion hat man zu jeder Sekunde das Gefühl, einem Rock-Album zu lauschen. Noch deutlicher als auf dem Erstling orientieren sich Ego Kill Talent am nordamerikanischen Markt und damit Bands wie Three Days Grace, Creed (vor allem gesanglich gibt es einige Parallelen), Breaking Benjamin, Shinedown oder Bad Wolves.

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Das ganze Paket wirkt komplett durchdacht, sitzt bombenfest, nichts wackelt, keine Song-Idee, kein Arrange­ment – und genau das ist der Schwach­punkt von THE DANCE BETWEEN EXTREMES. Die Momente, in denen man komplett aus dem Sattel geht, weil einem unter den Kopfhörern das Adrenalin aus den Ohren tropft und man von den Emotionen übermannt wird, sind rar gesät. Perfektion kann mitunter auch langweilen. Ego Kill Talent überlassen nichts dem Zufall, und das kostet Spontaneität. Wer aber auf alternativen Metal steht, eine hochprofessionelle Produktion und einen balancierten Mix aus Härte und Hooklines schätzt, wird mit THE DANCE BETWEEN EXTREMES eine richtig gute Zeit verleben.

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