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Enter Shikari NOTHING IS TRUE & EVERYTHING IS POSSIBLE

Electrocore, So/Membran (15 Songs / VÖ: 17.4.)

5.5/ 7
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Enter Shikari sind nicht erst seit THE MINDSWEEP ein kreatives Powerhouse. Und auch auf NOTHING IS TRUE & EVERYTHING IS POSSIBLE lässt sich die UK-Formation zum Glück nicht auf ein Genre festnageln. Hier stehen grandiose Pop-Nummern wie ­‘Crossing The Rubicon’ oder ‘The Pressure’s On’ neben aggressiven Indie-Ravern wie ‘The Dreamers Hotel’ oder ‘Apocaholics Anonymous’ sowie dem experimentellen Quasi-Titel-Track ‘Waltzing Off The Face Of The Earth (1. Crescendo)’, in dem sich Bläser und Offbeat-Tanz­rhythmen neben einer bedrohlichen Electro-Steigerung wiederfinden. Doch glücklicherweise verlieren Enter Shikari über all dieser Varianz ihren Biss nicht – weder musikalisch noch inhaltlich.

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Viele der Songs sind wie gewohnt politisch und richten sich unter anderem gegen Klimawandelleugner oder Verschwörungstheoretiker. Einziger Wermutstropfen: Die Aggressivität der Songs entstammt zumeist eher der Elektronik und komplexer Rhythmik denn den Gitarren oder Vocals. Sprich: Ein neues ‘Sorry, You’re Not A Winner’ gibt es nicht. Dafür aber einen reinen Klassik-Track. Macht aber nichts, denn Metal-Puristen dürften sich ohnehin längst abgewandt haben. So liefern Enter Shikari einen tollen Genre-Schmelztiegel mit klarer Kante. Mehr kann man nicht erwarten.

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