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Erdling HELHEIM

Dark Metal, Out Of Line/RTD (11 Songs / VÖ: 3.12.)

3.5/ 7
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Die nordische Mythologie in ein elektronisch-metallisches Gewand gekleidet? Scheint erst einmal nicht passend, stimmt auch. Nun darf man dem Quartett zugutehalten, dass es auf jeden Fall ein neuer Ansatz ist: Die Motive von Ragnarök, Fimbulwinter, Helheim und Co. für sich neu zu interpretieren, in die heutige Gesellschaft zu transferieren und kompositorisch passend umzusetzen – dies ist Neill Freiwald und seiner Truppe auf ihrem fünften Langspieler zumindest in Ansätzen gelungen. Los geht’s mit ‘Rabenherz’, bei welchem sich die NDH-Wurzeln nur schwer leugnen lassen. Ähnlich verhält es sich übrigens mit ‘Weißglut’ in der zweiten Albumhälfte. Apropos: In ebenjener entfaltet sich Erdlings Potenzial, und die einzelnen Nummern werden interessanter. Das titelgebende Stück bietet etwas Abwechslung in der sonst überwiegend gleich harten Klanglandschaft Erdlings.

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Auch wenn es gesanglich mitunter an Unheilig erinnert, ist der Inhalt wirklich schön geschrieben. Überdies gibt die Zusammenarbeit mit Vokalistin Julie Elven bei ‘Fimbulwinter’ einiges her und fügt sich angenehm in den Gehörgang. Dies könnte theoretisch auch mit dem finalen Stück ‘Das Ritual’ gelingen, da es sich klanglich sehr vom Rest abhebt. Doch der arg präsente Sprechgesang übertönt die stimmungsvoll-traditionellen Klänge leider zu sehr. Irgendwie schwingt während des gesamten Albums ein gewisses Unbehagen mit. Schwer vorstellbar, dass die Asen und Krieger zu diesen Klängen in Walhall ihre Feste begehen – die Fan-Gemeinde jedoch ganz sicher.

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