Kritik zu Escape The Fate Hate Me

Escape The Fate Hate Me

Metalcore, Eleven Seven/Warner (10 Songs / VÖ: erschienen)

3/ 7
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Mit ihrer Mischung aus coriger Härte und eingängigem Emo-Sound mit zunehmendem Glam-Faktor haben sich Escape The Fate in den letzten zehn Jahren eine beachtliche Fanbase aufgebaut. Ihr fünftes ­Album HATE ME soll das L.A.-Quartett jetzt weitere Stufen der Karriereleiter emportragen. Das könnte gelingen: Die Core-Kanten wurden entschärft, die Melodien aufgeplüscht. Das rückt Escape The Fate klanglich des ­Öfteren nah an Linkin Park. Aber auch an eine miese *Nsync-Cover-Kapelle.

Man muss kein True-Metaller sein, um bei der Autotune-­Ballade ‘Breaking Me Down’, dem anbiedernden Schunkel-Core ‘Get Up, Get Out’ und den ­günstigen Dancefloor-Sounds eines ‘Live For Today’ seine Fußnägel beim Hochrollen ­beobachten zu können. Ja, eingängig sind die Songs. Aber zu oft auch eklig künstlich klebrig. Doppelt schade, denn unrockbar sind die Schicksalsflüchtlinge längst nicht: Immer wieder groovt und bollert HATE ME sauber, die gut sitzenden Soli kommen mit Achtziger-Jahre-­Attitüde daher, und mit ‘Les Enfants Terrible’ hat sich ein veritabler Metalcore-Hit auf das Album verirrt.

Unterm Strich machen in dieser Nische Eskimo Callboy jedoch ziemlich alles besser.


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