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Evanescence THE BITTER TRUTH

Modern Rock, Columbia/Sony (12 Songs / VÖ: 26.3.)

6/ 7
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Rassismus. Sexismus. Machtmissbrauch. Die Welt ist am Arsch, und dieses Album ist der zartbittere Rock-Soundtrack zum Untergang – allerdings mit einer süßen Note im Abgang. Denn dadurch, dass wir uns all den jahrzehntelang schwelenden Problemen nun stellen, ist laut Amy Lee schlussendlich Besserung in Sicht. Genau davon erzählt THE BITTER TRUTH, ein energisches Werk voller Schwermut, Angst und Depression, dem die schwärmerischen und verträumten Elemente entgegenstehen. In diesem Korsett aus zeitgeistigen Arrangements, druckvollem Rock, fettem Bass und perlenden Pianoklängen erstrahlt Amy Lee in vollem Glanz und präsentiert zahlreiche Hits (‘Yeah Right’, ‘Use My Voice’, ‘Broken Pieces Shine’). Ihre Stimme brilliert in der düsteren Grundatmosphäre.

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Wenn die 39-Jährige in manch einem Höhepunkt (stellvertretend: ‘The Game Is Over’, ‘Feeding The Dark’) ihre volle Reichweite auspackt, grassiert die Gänsehaut. Die zwölf Lieder saugen den Hörer von der ersten sphärischen Sekunde an tief in eine Scheibe hinein, welche Modern-Metallern aufgrund der satten Produktion von Nick Raskulinecz (unter anderem Korn, Rise Against, Mastodon) ebenso gefallen dürfte wie düsteren Gemütern. Sechs Punkte und ein (wahrhaftiger, weil erzählerisch inszenierter) Traum von einem Album. Die nicht ganz bittere Wahrheit: THE BITTER TRUTH ist ein Kandidat für die Top Ten 2021.

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Poison: Keine Jubiläums-Tour wegen Bret Michaels’ Forderungen

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