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Evergrey THE ATLANTIC

Progressive Metal, AFM/Soulfood (10 Songs / VÖ: 25.1.)

6/ 7
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Seit ihrer Reunion sind Evergrey auf erstaunlich konstant hohem Niveau unterwegs. Waren unter den vorigen Werken schon manche Klassiker, beweisen die Schweden nun spätestens mit dem abschließenden Werk ihrer Trilogie, zu welchen Leistungen sie fähig sind. THE ATLANTIC beschließt die 2014 begonnene Reise, das Leben in all seinen Facetten zu beleuchten. Hier logischerweise mit vielen Metaphern, welche das Leben „wie eine Reise über den Ozean, auf dem Weg zu fernen Ufern“ umschreiben. Und natürlich klingt das nach wie vor düster und schwermütig, auf elegante Weise aber auch aufbauend und kraftvoll. Songs wie ‘All I Have’ haben Gänsehautpotenzial (für Fans: Gänsehautgarantie), und die stilistische Spanne des Quintetts ist breiter aufgespannt als zuvor. Der Opener ‘A Silent Arc’ gehört zum heftigsten, was die Band bislang komponierte, während ‘Departure’ weitgehend nur von Akustikgitarre, Bass und Schlagzeug bestimmt wird.

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Herausragend natürlich wieder Tom Englunds kraftvoller, aber auch gefühlvoller und charismatischer Gesang, welcher den Songs seinen Stempel aufdrückt. Gastauftritte wie auf dem Vorgänger gibt es diesmal nicht – wozu auch, wenn die Stelle am Mikro derart souverän besetzt ist. Zu den Songwriting-Qualitäten muss eigentlich nicht viel gesagt werden – wer auf seinem musikalischen Weg immer wieder mit Dream Theater verglichen wird, besitzt in dieser Hinsicht ein anständiges Grund-Niveau. Zumal sich Evergrey noch mehr auf den Song als solchen fokussieren, sich nur selten in instrumentalen Kapriolen verlieren, aber dennoch auch mal das ein oder andere (meist sehr gefühlvolle) Solo abdrücken. Für Fans ein sicherer Blindkauf, aber generell empfehlenswert für jeden, der ein Faible für düsteren, ausgefeilten und stimmig produzierten Metal hegt.

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