Toggle menu

Metal Hammer

Search

Kataklysm Heaven’s Venom

Death Metal, Nuclear Blast/Warner 10 Songs / 46:41 Min. /13.08.2010

6.0/ 7
teilen
mailen
teilen
von
Foto: Death Metal

Manche Bands eignen sich perfekt für die Fahrt auf der Autobahn (AC/DC), andere wieder für düstere Winterabende (Type O Negative) oder ein Candlelight-Dinner (HIM). Kataklysm stehen bei mir im Bereich „Ego-Shooter“ ganz weit oben. Das liegt nicht allein an der leicht apokalyptischen Ausrichtung, die ihre Höhepunkt so geschmeidig erscheinen lassen, sondern auch an der unwiderstehlichen Urgewalt, die ihre Musik seit nunmehr zehn Alben und fast zwanzig Jahren auszeichnet.

Das neue Werk HEAVEN’S VENOM macht da keine Ausnahme, zielt aber musikalisch wieder mehr in Richtung ihres – für meine Begriffe besten Albums – IN THE ARMS OF DEVASTATION (2006). Um mal im Bereich der Shooter zu bleiben: Das kanadische Quartett bringt nicht nur seine berüchtigten Doublebass-Mörser in Stellung und deckt uns unentwegt mit rhythmischem Sperrfeuer ein, sondern vergisst auch den hymnischen Hit-Faktor nicht. Erstaunlicherweise zünden gerade die Songs im Mittel- und hinteren Teil der CD am Besten: Mit ‘As The Wall Collapses’, ‘Faith Made Of Shrapnel’, ‘Push The Venom’, ‘At The Edge Of The World’ und dem überragenden ‘Numb And Intoxicated’ haben Kataklysm ein wahrhaft furchteinflößendes Waffenarsenal am Start.

Hätten alle Songs dieses Niveau – die Höchstnote wäre Pflicht. Wenn man den tödlichen Groove von Florida mit der geschmackssicheren Gitarrenarbeit von At The Gates derart perfekt kombiniert und dabei noch moderne Akzente setzt, gehört man auf den Thron des Bösen. Und wer ein Rocky Balboa-Zitat als Intro verwendet, steht sowieso außerhalb jeder Diskussion…
 


ÄHNLICHE KRITIKEN

Memoriam :: FOR THE FALLEN

Deserted Fear :: DEAD SHORES RISING

Revel In Flesh :: EMISSARY OF ALL PLAGUES


ÄHNLICHE ARTIKEL

Sanguisugabogg trennen sich von Gitarrist

Sanguisugabogg müssen ab sofort auf Gitarrist Cedrik Davis verzichten, haben jedoch schon eine Antwort auf die Lücke im Line-up.

Spotify, Universal, Sony & Warner verklagen Anna’s Archive

Zusammen mit den drei großen Labels verklagt Spotify die Metasuchmaschine Anna’s Archive auf 13 Billionen US-Dollar.

Kam Lee (Massacre): Slayer haben den Death Metal erfunden

Für Kam Lee liegt der Ursprung des Death Metal in der Musik von Slayer — genauer gesagt: In einem ganz bestimmten Element.

teilen
mailen
teilen
Zum Weltherztag: Album-Cover mit Herz

Manchmal rutscht es in die Hose, öfter liegt es auf der Zunge. Manche haben es am rechten Fleck, andere schütten es aus: das Herz. Seit jeher genießt es eine enorme Symbolik: Wir schreiben ihm die Liebe zu, das vielleicht größte aller Gefühle. Kein Wunder, denn ohne sein Herz wäre kein Mensch lebensfähig. Über gebrochene und schwere Herzen, Liebende und Personen, die ihren Herzen folgen, gibt es unendlich viele Lieder. Doch Album-Cover, die ein Herz zeigen, gibt es – zumindest im Heavy Metal – nur wenige. Vielleicht empfinden viele Künstlerinnen und Künstler die Symbolik des Herzens als zu starr, zu unantastbar.…
Weiterlesen
Zur Startseite