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Feuerschwanz MEMENTO MORI

Folk Metal, Napalm/Universal (11 Songs / VÖ: 30.12.)

5.5/ 7
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Wo früher unbeschwert ‘Die Hörner hoch’ gefordert wurde, trinkt man heute sagenumwobenen ‘Skaldenmet’; statt aufs Leben anzustoßen, gedenkt man dem Tod; und die bunten Kostüme weichen vom Kampf gezeichneten Rüs­tungen: Weder kommt das aus dem Nichts, noch ändert es die DNS der Mittelalter-Rocker. MEMENTO MORI setzt die Verhärtung der vergangenen Alben fort – und das funktioniert zunehmend prächtig! Feuerschwanz stoßen noch weiter als auf DAS ELFTE GEBOT (2020) vor auf das Power Metal-Schlachtfeld. Kämpferische Stücke wie ‘Feuer und Schwert’, das mystisch-schunkelnde ‘Krampus’ oder ‘Ultima Nocte’ mit Galopp, Dicke-Hose-Solo, aufputschendem Refrain und „Hu! Ha!“-Rufen erinnern sogar an Powerwolf, und ‘Rohirrim’ an Hammerfall oder Manowar.

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Bei alledem vergessen die Franken nicht, wo sie herkommen, und liefern durchgehend ohrwurmige Melodien, aufmüpfige Violinen und garantierte Live-Gänsehaut frei Haus; vor allem in ‘Am Galgen’ tritt auch die augenzwinkernde Leck-mich-am-Arsch-Attitüde früherer Feuerschwanz-Tage in den Vordergrund. Zwischen dem wahnhaften ‘Rausch der Barbarei’ (mehr Die Apokalyptischen Reiter als J.B.O.) und der epischen Mittel­alterballade ‘Das Herz eines Drachen’ erschließen sich Feuerschwanz ein weites Feld, um sich auszutoben: MEMENTO MORI bezeugt die gelungene Transformation der schlüpfrigen Metvernichter zur ernst zu nehmenden Mittelalter Metal-Instanz.

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