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Fires In The Distance CIRCADIAN PROMISE

Death/Doom Metal, Prosthetic (6 Songs / VÖ: 12.6.)

4.5/ 7
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Wer als Melodic Death Metal-Band mit Speerspitzen wie Dark Tranquillity oder Amorphis tourt, hat es in diesem Sektor geschafft – oder zumindest eine echte Chance, gehört zu werden. Zwei Jahre danach müssen Fires In The Distance aus dem US-Ostküstenstaat Connecticut auf ihrem Drittwerk also ihr volles Potenzial offenlegen. Dabei macht es sich das einstige Soloprojekt von Gitarrist Yegor Savonin nicht leicht: Allein die oft über achtminütigen Stücke fordern und setzen mehr auf Atmosphäre als Hit-Charakter. Das Wechselspiel zwischen Growls und erhabenem Klargesang (beides aus dem Mund von Neuzugang Brendan Hayter) beherrschen Fires In The Distance bei meist gedrosseltem Tempo und melancholischer Grundstimmung jedoch ähnlich gut wie die detailverliebte Ausgestaltung: ‘Of ­Radiance And Levitation’ beginnt mit sachten Streichern, in mehreren Liedern erhebt sich dezentes Klimpern, und ‘To You, Author Of My Fade’, ‘Lightless Days Of A Songless Bird’ sowie ‘Once The Silence Takes Your Place’ enthalten atmosphärische Synth-Zwischenspiele. Im Fünfminüter ‘By This Time Tomorrow’, dem kürzesten Song der Platte, erklingt ein Einsprecher und gastiert Dark Tranquillity-Gitarrist Johan ­Reinholdz. Das knapp 50-minütige CIRCADIAN PROMISE bietet keine schnelle Befriedigung durch simple Hits, sondern lädt Genrefans auf eine Ent­deckungsreise durch tiefgehende Klang- und Gefühlswelten ein, die immer wieder mit epischen Momenten aufwarten. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt.

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