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Ghost Bath ROSE THORN NECKLACE

Post Black, Nuclear Blast/Warner (9 Songs / VÖ: 9.5.)

3.5/ 7
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Nicht vom Einstieg täuschen lassen! Die ‘Fractured Millennium’-Vibes zu Beginn der Platte verfliegen nämlich recht schnell, dann machen Ghost Bath wieder das, was sie am besten können: richtig schlechte Laune verbreiten. ROSE THORN NECKLACE ist ein gotisch getünchter Abschiedsbrief, ein Werk von elegischer Melodik und zerronnener Hoffnung. Die Beschreibung Post Black Metal kommt der ganzen Sache stilstisch am nächsten, die offensichtliche Nähe zu Deafheavens Referenzwerk SUNBATHER ist allerdings noch immer da. Macht natürlich nichts, das Album ist schließlich nach wie vor grandios. Zudem merkt man den Amerikanern an, dass sie durchaus nach mehr Eigenständigkeit streben. Nach ihrer Trilogie aus MOONLOVER, STARMOURNER und SELF LOATHER markiert ROSE THORN NECKLACE somit durchaus den Beginn einer neuen Ära.

Doch die kommt nicht ohne Holprigkeit aus: Insbesondere die arg präsenten Lead-Gitarren sind gerne mal schrill und etwas störend, die hohen Dani Filth-Gedächtnisschreie ebenso knapp daneben wie die tiefen Grunts, der Song-Aufbau mit ruhig gezupftem Intro und unvermeidlichem Ausbruch ist meistens vorhersehbar. Das normale Gekeife zu ihrem üblicherweise verheerenden Blackgaze-Freigang passt irgendwie doch am besten. Ein Schritt in Richtung mehr Eigenständigkeit ist ROSE THORN NECKLACE also durchaus, aber eben kein durchweg gelungener, sondern etwas zerfahrener.

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