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Max Cavalera ist „Sprachrohr“ für Entwicklungsländer

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Soulfly-Fronter Max Cavalera spricht in einem neuen Interview mit Ed Hackheimer von This Day In Metal über den kulturellen Aspekt in seiner Musik. Damit bringt er seinen Fans die brasilianische Kultur näher und gibt seiner Auffassung nach Entwicklungsländern eine Stimme.

Sprachrohr

Auf die Frage, wie es denn für ihn sei, seine Kultur in der Musik zu verarbeiten und darauf positive Reaktionen zu bekommen, antwortet Cavalera: „Es ist großartig. Ich liebe es, dass nicht nur Brasilien, sondern viele Drittweltländer, die mit Kriminalität, Armut oder gesellschaftlichen Problemen zu kämpfen haben, mich als ihr Sprachrohr betrachten. Das ist schon seit einigen Jahren sehr cool.“

Er spricht über seine Heimat: „In Brasilien passiert so viel schlimme Scheiße. Es ist ein wunderschönes Land, aber es passieren schlechte Dinge. Wir haben nur wenige gute Dinge, die aus Brasilien kommen. Ich habe das Gefühl, dass ich diese Flagge und Fackel schon seit 40 Jahren trage. Ich bin wahrscheinlich der weltweit bekannteste brasilianische Musiker der Rock-Welt.

Warten auf den Anruf

Es ist cool, weil wir aus dem Nichts kamen. Es war wir gegen den Rest der Welt. Andere Dinge sind noch nicht passiert. Die Rock & Roll Hall Of Fame hat mich noch nicht angerufen. Aber wenn es passiert, passiert es. Das wäre cool. Wenn nicht, dann nicht. Dann wäre das auch okay. Aber ich weiß, dass die Fans es lieben“, sinniert der Musiker.

Weiter sagt er: „Ich liebe es, dass ich Amerikanern und Europäern die brasilianische Kultur näherbringen konnte, und dass sie das auch wertschätzen. Ich habe schon oft mit Fans gesprochen, die nicht viel über Brasilien wussten, bis sie es aus meinen Liedern gelernt haben – von Sepultura oder Soulfly.“

Brasilianische Essenz

Das neueste Soulfly-Album ist dabei keine Ausnahme: CHAMA (2025) ist in seiner Essenz sehr brasilianisch. Sein Name ist brasilianisch, genau die die Songs ‘Favela’ oder ‘Indigenous Inquisition’. Ich weiß nicht, wie es passiert ist, aber es steckt viel Brasilien in CHAMA. So ist es einfach gelaufen. 

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Ich bin sehr stolz darauf. Aber nicht auf nationalistische Art und Weise, nach dem Motto, Brasilien sei besser als alle. Sondern ich liebe unsere Tapferkeit. Unsere Kultur ist wunderschön. Sie ist mächtig. Und das mische ich gerne mit Metal“, erklärt der Frontmann.

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