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Ghøstkid HOLLYWOOD SUICIDE

Modern Metal, Century Media/Sony (11 Songs / VÖ: 22.3.)

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Die Zeiten, in denen man sich als langhaariger Lederjackenträger die Zeit auf Festivals während der Gigs von unliebsamen Bands um die Ohren geschlagen hat, indem man sich auf dem Campingplatz zünftig einen hinter die Rüstung gerömert und Wochenendmetaller getriezt hat, die, nachdem der letzte Ton gespielt war, ihre Kutten bis zum kommenden Jahr in die Mottenkiste verbannen, gehören ab einem bestimmten Alter der Vergangenheit an. Die Wut, die derartige Ignoranz gegenüber Metal-Idealen hervorruft, allerdings nicht – und das gelingt auch Künstlern wie Ghøstkid mitunter hervorragend. Der ehemalige Electric Callboy-Frontmann Sebastian „Sushi“ Biesler, der bereits mit seiner früheren Truppe großen Wert auf tanzbaren Unsinn mit pseudobrutalen Schreieinlagen gelegt hat, rührt mit HOLLYWOOD SUICIDE nun ein weiteres ungenießbares Süppchen aus dem „Who’s who“ der für erzkonservative Metalheads unerträglichen Einflüsse zusammen.

Hier ein bisschen Limp Bizkit-Chihuahuakläffen (‘Hollywood Suicide’), dort ein bisschen Electro-Pop der späten Linkin Park-Ära (‘S3x’). Gestreckt mit reichlich Industrial (‘Bløød’), schnulzigem Rock der Nullerjahre (‘Dahlia’) sowie Lyrics, die selten über das Niveau eines mäßig intelligenten Postpubertierenden hinausgehen, liefern Ghøstkid ein Konglomerat akustischer Foltermethoden. HOLLYWOOD SUICIDE schreit wortwörtlich danach, dass ruppige Szenewächter aus ihrem „Ruhestand“ zurückkehren, um derartigen Machwerken zukünftig einen Riegel vorzuschieben.

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Dieses Interview erschien hier ursprünglich am 05. September 2023 und wurde anlässlich des Todes von Phil Campbell (er verstarb am 13. März 2026) wiederveröffentlicht. Das komplette Interview mit Phil Campbell findet ihr in der METAL HAMMER-Septemberausgabe 2023, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! METAL HAMMER: In letzter Zeit spielt ihr viele Shows mit ausschließlich aus Motörhead-Songs bestehen Setlists. Fühlt es sich nicht komisch für dich an, diese Lieder mit einem anderen Sänger als Lemmy zu spielen? Phil Campbell: Es ist schon etwas merkwürdig. Wir machen diese Shows nur,…
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