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Ghøstkid HOLLYWOOD SUICIDE

Modern Metal, Century Media/Sony (11 Songs / VÖ: 22.3.)

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Die Zeiten, in denen man sich als langhaariger Lederjackenträger die Zeit auf Festivals während der Gigs von unliebsamen Bands um die Ohren geschlagen hat, indem man sich auf dem Campingplatz zünftig einen hinter die Rüstung gerömert und Wochenendmetaller getriezt hat, die, nachdem der letzte Ton gespielt war, ihre Kutten bis zum kommenden Jahr in die Mottenkiste verbannen, gehören ab einem bestimmten Alter der Vergangenheit an. Die Wut, die derartige Ignoranz gegenüber Metal-Idealen hervorruft, allerdings nicht – und das gelingt auch Künstlern wie Ghøstkid mitunter hervorragend. Der ehemalige Electric Callboy-Frontmann Sebastian „Sushi“ Biesler, der bereits mit seiner früheren Truppe großen Wert auf tanzbaren Unsinn mit pseudobrutalen Schreieinlagen gelegt hat, rührt mit HOLLYWOOD SUICIDE nun ein weiteres ungenießbares Süppchen aus dem „Who’s who“ der für erzkonservative Metalheads unerträglichen Einflüsse zusammen.

Hier ein bisschen Limp Bizkit-Chihuahuakläffen (‘Hollywood Suicide’), dort ein bisschen Electro-Pop der späten Linkin Park-Ära (‘S3x’). Gestreckt mit reichlich Industrial (‘Bløød’), schnulzigem Rock der Nullerjahre (‘Dahlia’) sowie Lyrics, die selten über das Niveau eines mäßig intelligenten Postpubertierenden hinausgehen, liefern Ghøstkid ein Konglomerat akustischer Foltermethoden. HOLLYWOOD SUICIDE schreit wortwörtlich danach, dass ruppige Szenewächter aus ihrem „Ruhestand“ zurückkehren, um derartigen Machwerken zukünftig einen Riegel vorzuschieben.

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Die Anfänge der Bay Area-Szene: Totale Befreiung

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