Toggle menu

Metal Hammer

Search

Goes Cube ANOTHER DAY HAS PASSED Review

teilen
mailen
teilen
von

Goes Cube mögen es solide. Da werden keine großen Worte gemacht, kein Wert auf Image gelegt, in den Songs keinem Trend gefolgt, im Sound keine Sperenzchen eingebaut. Wer nichts gegen eine gesunde Menge Bier und Whisky am Abend hat und Orange Goblin, Down oder alte Soundgarden in seiner Plattensammlung hortet, wird auch an ANOTHER DAY HAS PASSED seine Freude haben.

Das Album sägt in bester Sludge-Grundierung, sorgt immer wieder mit Ausflügen in selig frühe Helmet-Tage oder sogar zu noch älterem Wave für Raum im Sound und Abwechslung im Album-Fluss und macht mit seiner Direktheit einfach Spaß.

So passen Goes Cube eigentlich auch gar nicht zur oft Trend-orientierten Musikszene des 21. Jahrhundert, sondern erinnern vielmehr an die guten alten Zeiten, als zum Beispiel Ende der Achtziger aus Seattle eine wilde junge Mischung aus dreckigem Rock und punkigem Geschrammel kam, die sich später mal zum Grunge entwickeln sollte.

Drei Musiker, eine eigentlich streng begrenzte Musikrichtung – und doch ist so viel möglich: Unverfroren mischen Goes Cube zusammen, was ihnen gefällt, und zeigen damit tolldreist, dass man als Musiker nur eine Vision braucht. Dann ist das Image genauso egal wie die Genre-Grenzen, dann braucht nur die Musik zu sprechen, um zu überzeugen.

Tobias Gerber

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der August-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Gold :: Image

Pearl Jam :: Live On Ten Legs

Alter Bridge :: AB III


ÄHNLICHE ARTIKEL

Soundgarden: Die Grunge-Band hörte in den Neunzigern Metal

Zwischen den Lagern Grunge und Metal herrschte einst ein Spannungsverhältnis. Trotzdem erkennt Soundgarden-Gitarrist Kim Thayil Gemeinsamkeiten.

Alice In Chains: Jerry Cantrell wollte erst nicht singen

Alice In Chains-Gitarrist Jerry Cantrell wollte ursprünglich gar nicht singen, bis Layne Staley ihn dazu überredete.

Metallica: So dachte Kirk Hammett über Nirvana

Metallica-Solist Kirk Hammett war großer Grunge-Fan. Seine Anerkennung ging sogar so weit, dass er Nirvana Großes für NEVERMIND prophezeite.

teilen
mailen
teilen
Soundgarden: Die Grunge-Band hörte in den Neunzigern Metal

Metal und Grunge waren sich lange Zeit bekanntermaßen spinnefeind. Doch wie Soundgarden-Gitarrist Kim Thayil in einem Interview mit ‘Turn Out A Punk’ erklärte, konnte er bereits damals Bands wie Metallica, Exodus oder Metal Church viel abgewinnen. Dabei seien beide Genres stilistisch gar nicht so weit voneinander entfernt, wie der Musiker ausführt. Kein Konkurrenzdenken „Wir mochten Metallica [...]. Die Thrash-Szene – sie hatten sich sehr stark mit der Punk-Szene vermischt – war unabhängig und nicht so radiotauglich, MTV-orientiert oder Pop-lastig“, sagte Thayil. „Wir hörten schon Metal Church. Und ich kannte Trouble und Exodus, deren Platten hatten wir also. Tatsächlich war es…
Weiterlesen
Zur Startseite