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Green Lung BLACK HARVEST

Doom, Svart/Membran (10 Songs / VÖ: 22.10.)

5/ 7
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Für ihr zweites Album hat sich die Londoner Band von ihrem zu Huldigungs­zwecken er­richteten Black Sabbath-/Deep Purple-Altar zwar nicht weit weg entfernt, jedoch haben sie sich mit weiterer Perfektionierung von Sound und Songwriting die Mühe gemacht, jenen liebevoll auszuschmücken. Angefangen beim atmosphärischen Intro ‘The Harrowing’, welches Sänger Tom Templars stimmliche Fähigkeiten in einem nachhallenden A-cappella-Sologesang nachhaltig demonstriert, bis hin zu den atemberaubend aufbrausenden Orgelattacken von John Wright, macht die Band auf BLACK HARVEST aber auch deutlich, dass es sich bei den zwei erwähnten Akteuren um mehr als nur weitere Ozzy- respektive Jon Lord-Klone handelt.

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Vor allem im Gruppenverbund verstehen sich Green Lung nämlich auch ziemlich gut darauf, auflockernde britische Folk-Färbungen und Psychedelia-Tupfer (wie im exzellenten ­­‘Grave­yard Sun’ perfektioniert) in ihrem schwarz schattierten Forst zu verstecken. Dazu gesellt sich noch jene Art von ungreifbarer musikalischer Mystik, die man ansonsten eher von Hexen-Rock-Bands wie Jess And The Ancient Ones, Blood Ceremony oder Jex Thoth kennt und liebt, die Templar und seine Druiden-Dudes ebenso für sich beanspruchen können. Richtig guter Ritual-Rock und eigentlich die vermutlich perfekte Show-Sparringspartner-Band für die (pausierenden) amerikanischen Psychedelic-Doomer Bigelf.

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Editorial METAL HAMMER 03/2026

Liebe Metalheads, mal wieder sind wir unserer Zeit und jedem Trend voraus: Während auf Social Media alle zehn Jahre zurückblicken und Fotos und Erinnerungen aus dem Jahr 2016 teilen, nehmen wir Schwung und setzen noch zwanzig drauf: 1996 befand sich Metal an einem Scheideweg – sowohl Traditionsverfechter von Dio bis Metallica als auch extreme Vertreter von Slayer bis Sepultura suchten neue stilistische Orientierung (während am Horizont Korn und Slipknot immer deutlicher hörbar für Lärm sorgten) und stießen damit vielen Metal-Fans vor den Kopf. Was vor 30 Jahren für Kopfschütteln sorgte, animiert heute überraschend häufig zum Headbangen: „So ein Glück, ich…
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