Toggle menu

Metal Hammer

Search

Ofdrykkja GRYNINGSVISOR

Black Metal, Art Of Propaganda/Edel (12 Songs / VÖ: 29.11.)

4.5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Sie können es nicht mehr hören, wollen es nicht mehr lesen, das Etikett Depressive Suicidal Black Metal, das ihnen dank biografischer Verwicklungen und nebliger Kompositionen aufgepappt worden ist: Wer schon mal so tief tauchte wie die Drei von Ofdrykkja, hat für selbstverliebte Posen kein Verständnis, sondern ist froh um jeden Tag, an dem man seinen Scheiß zusammenhält. Clean bleibt, trocken bleibt, überhaupt: aufsteht. Auf ihrem dritten Album blicken die Schweden nun mit großer Ruhe in eine melancholische, zärtliche Zwischenwelt. Viele ihrer neuen Songs wirken wie aquarelliert, so folkig und akustisch lichtern sie übers feuchte Moos. Verzerrte Gitarren und heiser gepresste Vocals fungieren zwar noch immer als das Gegengewicht, das Ofdrykkja im Black Metal verankert, aber verglichen mit den Vorgängern A LIFE WORTH LOSING und IRRFÄRD ist das Gesamtbild fast leicht.

GRYNINGSVISOR bei Amazon

Dazu trägt auch die helle Stimme von Gastsängerin Miranda Samuelsson bei, die wie eine schläfrige Elfe durch ‘Swallowed By The Night’, ‘Ensam‘, In i natten‘ und das Traditional ’Herr Mannelig‘ schwebt. Die Tracks ‘Wither’ und ‘Grey’ leiden etwas unter der beliebig (schlimmstenfalls: nach der Wellness-App Endel!) klingenden Elektronik; am schönsten sind Ofdrykkjas „Dämmerungsballaden“ (schwedisch „Gryningsvisor“) nun mal, wo gestrichen, gezupft und gelinde gerifft wird. Anspieltipp dafür: der Schlüssel-Track ‘As The Northern Wind Cries’.

teilen
twittern
mailen
teilen
Das Ende des Crossover-Booms: Diese Nu-Metal-Bands müsst ihr kennen

Bereits in den 80er-Jahren kreuzten dreckige Punks fröhlich Schrammel-Gitarren mit Jazz- und Country-Elementen. Kurz blicken wir auf die Geburtsstunde des Crossover. Das Genre, das Rage Against The Machine und Body Count gebären soll, entwickelte sich schnell weiter. Fast ein komplettes Jahrzehnt später bewegte sich die junge Szene rasant auf einen regelrechten Boom zu – eine Flut an Crossover-Formationen schoss aus den Proberäumen. Bands wie die Red Hot Chili Peppers und Faith No More experimentierten schon seit ihrer Gründung mit stark unterschiedlichen Genres und verschmolzen Hardcore mit Artrock und Funk. Nach jahrelangen Proberaum-Sessions, Demo-Aufnahmen und Gigs in versifften besetzten Häusern feierten viele Crossover-Bands…
Weiterlesen
Zur Startseite