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Hardline SHOUT

Hard Rock , Steamhammer/OPEN (10 Songs / VÖ: 17.4.)

4/ 7
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An 108 Alben war Sänger ­Johnny Gioeli beteiligt. Das muss man sich mal auf der ­Zunge zergehen lassen. Und doch erscheint mit SHOUT erst die achte Platte seiner eigenen Band Hardline. Der US-Amerikaner scheint mit seiner Arbeit bei Axel Rudi Pell und Crush 40, die die Soundtracks für sämtliche ­‘Sonic The Hedgehog’-Spiele lieferten, ziemlich ausgelastet zu sein. Oder er und seine mittlerweile komplett aus Italienern bestehende Band wollen einfach warten, bis ihr Material gut genug ist. Und das ist dieses Mal der Fall – denn während der 2021er-Release HEART, MIND AND SOUL eher ein weiteres austauschbares Album der Marke „klassischer Achtziger-Hard Rock mit zeitgemäßer Produktion“ ist, zeigt SHOUT bedeutend mehr Persönlichkeit. Dabei bleibt es der Marke natürlich trotzdem treu – große Songwriting- und Sound-Erneuerungen sucht man vergebens. Auffällig ist bei der Platte, dass die internationale ­Truppe offenbar wirklich Lust auf herzergreifende Balladen hatte: Mit ‘When You Came In My Life’, ‘Mothers Love’ und ‘Glow’ setzen alle drei auf einen ausladenden, hymnischen Sound – mit mal mehr und mal weniger schnulzigem (aber authentischem) Pathos. Gut, das liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass erstgenannter Song eine ziemlich überraschende Scorpions-Cover-Nummer ist. Und tatsächlich sind die drei Nummern dank Gioelis ausdrucksstarkem Gesang wirklich die stärksten. Kraftvoll, mit Seele, aber auch nichts, was einem für immer im Gedächtnis bleiben wird.

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