Kritik zu Imperial Triumphant ALPHAVILLE

Imperial Triumphant ALPHAVILLE

Progressive Metal, Century Media/Sony (9 Songs / VÖ: 31.7.)

2.5/ 7
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Ach guck, Kollege Konstantin hätte also gerne mehr Saxofone im Heavy Metal. Warum nicht auch Xylophone, Marimbas oder historische Ventiltrompeten? Das würde für noch mehr Unvorhersehbarkeit sorgen. Aber bedeutet das gleichzeitig, dass die Musik auch gut oder hörbar ist? Im Fall von Imperial Triumphant lässt sich das verneinen. Schon das Intro des Albums klingt wie die Probe des niedersächsischen Polizeiorchesters auf LSD, bevor ein Typ namens Ilya irgendwelche Worte in den Krach brummelt und kreischt. Wilde Kirchenorgelei, geisterhaft vorbeischwebende Chöre, ein Schlagzeug im Dauerklöppelmodus und dazu Gitarren, die sich standhaft weigern, mal zwei gerade Akkorde am Stück zu spielen. Geil, Kopfschmerzen in Musikform.

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In den ganz wenigen ordentlichen Momenten erinnern die New Yorker entfernt an Morbid Angel, ansonsten spielen hier ein paar Musiker zum Selbstzweck, aber ganz sicher nicht, um irgendeine Art von Song zu kreieren. Wer sich in seiner Freizeit gerne durch Wälder voller Disharmonien kämpft, Bass, Gitarre und Schlagzeug nur dann liebt, wenn sie sich gegenseitig die Fresse polieren und abgeht, wenn Musik abrupt durch sinnfreie Einspielungen unterbrochen wird (Frau geht durch einen Bahnhof, altes Radio spielt einen Oldie et cetera), hat mit ALPHAVILLE seinen heiligen Gral gefunden. Ich persönlich tippe, die werden nicht mal „Big In Japan“.

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