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Ithaca THE LANGUAGE OF INJURY

Hardcore Punk, Holy Roar / Sony (10 Songs / VÖ: 1.2.)

6/ 7
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Na, aber hallo! Ithaca – hierzulande noch ein Geheimtipp unter Trüffelschweinchen – sind alles andere als verhalten mit ihrem ersten Eindruck: Mit der hibbeligen Unangepasstheit der Kultchaoten Converge gehen die Südlondoner direkt ans Eingemachte. Der Opener ‘New Covenant’ suhlt sich förmlich im hektisch-mathe­matischen Hardcore Punk ihrer Klangväter. Ithaca finden aber noch im selben Song ihren eigenen Beigeschmack mit einem progres­siven The Ocean-Intermezzo. Mys­teriöse Gelassenheit kreiselt im Mit­telohr. Es folgt ein von massivem Feedback begleiteter Breakdown. Herausragend schon hier: Die super spannende Stimmigkeit, die trotz der maßlosen Haudrauf-Attitüde angestrengte Synapsen streichelt. ‘Impulse Crush’ versetzt die Zügel­losigkeit mit der Dissonanz vom 2000er-As We Fight-Metalcore.

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Und der Titel-Track breitet dann wieder große Post Metal-Klänge aus – inklusive Riffs, die jede Gesichtshaut zerfetzen. Und zwischen all den wuchtigen Ausbrüchen basteln sie, wie in ‘Secretspace’, Melodiefunken, die auf die Tränendrüse drücken. Alles bejahende Gefühlsräusche folgen auf Selbstzerwürfnisse. Nach so viel Einheitsbrei der letzten Jahre fühlt sich THE LANGUAGE OF INJURY an wie das wiederbelebende Zucken eines Defibrillators. Wenn Sängerin Djamila Azzouz dann noch in ‘Gilt’ ihre zarte Stimme rausholt, ist der Verliebungsprozess abgeschlossen. Mit dem orchestralen Bombast im Finale ‘Better Abuse’ setzt das Herz ein letztes Mal kurz aus. Ithaca sind gewaltig, innovativ und unbeschnitten – reine Wut, unmittelbar umgesetzt. Danke dafür.

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Black Sabbath: Geezer Butler hasst das PARANOID-Cover

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