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Vio-Lence: Sean Killian bezeichnet Phil Demmel als Egoisten

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Vio-Lence wurde 1985 unter anderem von Gitarrist Phil Demmel gegründet. Ein Jahr später stieß Sänger Sean Killian hinzu. Scheinbar waren sich die beiden Musiker lange Zeit uneins, was letztlich zu Demmels Ausstieg im Februar 2024 führte. Der Gitarrist erklärte damals, dass seine Zeit in der Band schlicht zu Ende sei. „Ich passe bezüglich dessen, was das Ziel ist, nicht mehr hinein. Im Licht von ein paar kürzlichen Ereignissen sehe ich mich dazu genötigt, den Schlussstrich zu ziehen.“  

Uneinigkeit

Nun war Sean Killian zu Gast bei Robbs MetalWorks, wo er gefragt wurde, ob er Vio-Lence nach Demmels Ausstieg zunächst auflösen oder unbedingt weiterführen wollte. Ihm zufolge habe Phil Demmel gewollt, dass die gesamte Band auf Eis gelegt wird. Für Killian ist dies nie eine Option gewesen, „denn wir waren damals kaum auf Tour. Deshalb gibt es so viele Orte auf der Welt, wo Vio-Lence noch nie live gespielt haben. Für ihn ist das so eine Garagen-Sache – ich weiß auch nicht… Er ist schon ein ziemlicher Egoist. Und wenn man sich ein paar seiner Interviews ansieht, merkt man, dass er das sogar selbst anspricht.“

Killian wurde auch gefragt, warum die Reunion der Band im Jahr 2001 nicht von Dauer war. Seinen Aussagen zufolge lief es gut – bis Machine Head ins Spiel kamen. Auch betonte er, dass er Demmels Karriereentscheidungen immer unterstützt habe. Aber mit der Bitte, Vio-Lence komplett auf Eis zu legen, sei der Gitarrist zu weit gegangen.

Als Demmel schließlich begann, in Interviews schlecht über seine einstige Band zu sprechen, hatte Killian endgültig den Kragen voll und wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. „Ich bin jetzt 61 und will solche Leute nicht in meinem Leben haben.“ Inzwischen hat er damit seinen Frieden gemacht und ist glücklich. „Die Band, mit der ich spiele, hat Spaß, und die Fans reagieren jedes Mal super.“


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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